America's Cup in Schieflage

12. Mai 2013, 20:12
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Kritik nach Simpsons Unfalltod - "Ein Extremsport"

San Francisco - Nach dem Unfalltod von Segel-Olympiasieger Andrew Simpson gerät der America's Cup in Schieflage. Die Kritik an den spektakulären XXL-Katamaranen - 22 Meter lang, zwei Rümpfe, ein 40-m-hoher Mast, ein festes 260-qm-Flügelsegel - ist groß. "Aus einem romantischen Cup ist ein Extremsport geworden", sagt Patrizio Bertelli, seit Jahrzehnten mit seinen Luna-Rossa-Teams bei der prestigereichen Segelschau vertreten. Der Prada-Patriarch überlegt wie auch andere Teams einen Rückzug.

Die Yacht des Artemis-Teams war am Donnerstag bei nicht allzu schwierigen Bedingungen vor San Francisco gekentert und auseinandergebrochen. Simpson, Vater von zwei kleinen Buben, wurde unter der Plattform des Katamarans eingeklemmt und ertrank. Die Polizei und das AC-Management haben Untersuchungen aufgenommen. In der Bucht darf zumindest bis heute, Montag, kein AC72-Katamaran aufkreuzen.

Selbst James Spithill, Skipper von Titelverteidiger Oracle Team USA, sagte schon: "Es besteht die Gefahr, dass du gegen eine Wand fährst." Für den zweifachen Cup-Gewinner Jochen Schümann kam "der Crash nicht überraschend. Er war nicht der erste und wird nicht der letzte sein, die Rennen beginnen ja erst." Bis dato sind nur drei Herausforderer-Teams gemeldet, zehn bis zwölf waren angestrebt. Beginnen soll die Herausfordererrunde um den Louis Vuitton Cup am 7. Juli. Am Dienstag wollen sich die vier Teams zu Gesprächen über mögliche Konsequenzen aus dem Unfall treffen. (apa; DER STANDARD  13.05.2013)

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