47 Prozent wollen Kleinparteien im Parlament haben

Umfrage |

Die Nationalratswahl im September könnte das Parlament bunter machen. Beinahe jeder zweite Wahlberechtigte findet es gut, wenn viele kleine Parteien in einer gesetzgebenden Versammlung sind

Linz - In alle Landtage, die im Frühjahr neu gewählt worden sind, sind ja neue politische Gruppierungen eingezogen. Dazu gibt es zwei Meinungen. Die einen sagen: Es ist gut, wenn viele kleine Parteien in einem Parlament vertreten sind, da gibt es mehr Meinungsvielfalt. Die anderen sagen: Es ist schlecht, wenn viele kleine Parteien in einem Parlament vertreten sind, weil es keine klaren Mehrheiten gibt. Was meinen Sie?

Diese Frage stellte das Linzer Market-Institut im Auftrag des STANDARD in der Vorwoche 405 repräsentativ ausgewählten Wahlberechtigten. 47 Prozent schlossen sich der Meinung an, dass es wünschenswert ist, viele Kleinparteien im Parlament zu haben, 43 Prozent bevorzugen die klare Meinungsbildung mit weniger Parteien. Jeder zehnte Befragte ist unentschieden.

Besonders die Anhänger von Grünen und Stronach halten Kleinparteien für berechtigt. Auch derzeit Unentschlossene bevorzugen mit relativer Mehrheit ein buntes Parlament - in dieser Gruppe ist es aber vielen schlicht egal, wer im Parlament sitzt.

Arbeit, Wohnen, Spitzenkandidaten

Und welche Themen werden die Wahl entscheiden? Die Grafik zeigt, dass neue Arbeitsplätze das wichtigste Thema sind - 41 Prozent sind voll überzeugt, dass das Thema wahlentscheidend wird. Besonders deutlich wird das Thema von SPÖ- und Stronach-Wählern sowie von älteren Befragten und Wienern angesprochen.

"Das Thema Wohnen spricht vor allem Menschen mit niedriger formaler Bildung und die Bewohner westlicher Bundesländer an, in Wien verfängt es überraschend wenig", sagt Market-Studienleiter David Pfarrhofer. 

Das Ausländerthema (in der Umfrage bewusst entschärft als "Zuwanderung" codiert) liegt mit einem Notenschnitt von 2,3 nur im Mittelfeld. Ganz weit hinten: die Spitzenkandidaten. (Conrad Seidl, DER STANDARD, 13.5.2013)

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und warum findet die KPÖ so wenig mediale beachtung?

die haben zumindest in der steiermark bewiesen, daß sie hervorragende arbeit leisten.

Es ist gefährlich Recht zu haben wenn die Regierung Unrecht hat.

Die KPÖ findet wenig mediale Beachtung, weil sie sagt was die Obrigkeit - die Reichen und Mächtigen nicht wollen das wir hören und dann möglicher weise darüber nachdenken und auch so denken. Es ist für die Herrschenden unpraktisch wenn Leute in ihren Medien zu Wort kommt die Recht haben, wenn die Herrschenden Unrecht haben und tun. Da lassen sie lieber Leute reden wie die Piraten, die nicht einmal sagen ob sie eher links oder eher rechts sind. Genau wie die Herrschenden, die sind seit vielen Jahren offiziell auch weder links noch rechts.

Von allen nicht im Nationalrat vertreten Parteien stellt die KPÖ bei weitem die meisten Gemeinderatsabgeordneten. Sie stellt diese vor allem in der Steiermark wo sie auch im Landtag ist, aber nicht nur - sie erreichte zb. in Krems a. d. Donau (NÖ) 6,9% bei der letzten Gemeinderatswahl. Daher müssten die Medien von allen nicht im Nationalrat vertretenen Parteien, der KPÖ die meiste Beachtung schenken. Nur die KPÖ ist im Gegensatz zu Neos und Piraten, den Reichen und Mächtigen ein Dorn im Auge. Die Obrigkeit und ihre Medien schweigen die KPÖ tot, weil sie auf der Seite von uns hart arbeitenden und finanziell schwachen Menschen ist.

Im iranischen Parlament gibt es sogar Vertreter von Christen und Juden... Nachlesen ;)

Finde die EU-Austrittspartei gut

Nachdem ich das Parteiprogramm der neuen EU-Austrittspartei gelesen habe, werde ich diese Partei wählen, mir reicht´s mit unseren "Altparteien". Daß wir Österreicher Schulden machen, um die Schulden anderer Länder zu bezahlen, daß unsere Sozialleistungen laufend gekürzt werden, daß immer nur bei den "Kleinen" gespart wird und es keine Sparmaßnahmen bei Verwaltung und Politik gibt: Das muß geändert werden!

Jaja, die EU ist an allem Schuld...

Und dass uns ein EU-Austritt furchtbar teuer kommt, zumindest unsere Wirtschaft ziemlich von der EU-Mitgliedschaft profitiert hat, zwar manchmal auch Blödsinn aus Brüssel kommt, aber unserer Politiker halt doch weniger Dreck machen können, weil ihnen sonst wer auf die Finger haut, ignorieren wir einfach mal.

Dann führen wir schnell wieder unseren guten alten Schilling ein -> auch ganz günstig so ein Umstieg. Der Schilling würde sicher nicht massiv aufwerten, was sicher nicht unsere Exporte massiv verteuern würde.

Und wir können weiter unserer kleines eigenbrötlerisches Süppchen brauen und weiter ignorieren, dass wir in einer globalisierten Welt leben und als kleiner genau gar nix zu sagen haben und es auch keine äußeren Einflüsse gibt....

Ich habe bei der letzten Wahl - vor 5 Jahren - mein Kreuzerl eben nicht bei einer Kleinpartei gemacht, weil ich genauso glaubte, dass diese dann "verloren" ist. So habe ich einer Partei mein Vertrauen geschenkt, die sicher ins Parlament kommt und für mich das geringste Übel darstellte. Und jetzt? 5 Jahre später denke ich mir "hätt ich doch..." wie vielleicht viele andere auch. Denn in diesen turbulenten Jahren hat die österr. Politik mit einer ungeheuerlichen Treffsicherheit danebengehauen. Meinen geringstes Übel hat es sogar geschafft, dass mir stellenweise eben übel wurde. Und so steh ich jetzt da, 5 Jahre später: mit einer verlorenen Stimme, die anderswo viel besser aufgehoben gewesen wäre...

Dann müssen sie halt auch eine kleinpartei wählen und nicht so wie meistens dann doch das kreuzerl bei spö/övp/fpö/grüne machen.

Oesterreich DARF NICHT Italien werden!

Abwahljahr 2013

Jetzt die LETZTE Chance bis 2019! Machen wir von unserem demokratischen Recht Gebrauch. Trauen auch wir uns!! Jetzt. Abwahlbewegung 2013.

Und wen wollen Sie wählen? das Problem ist, dass man im Moment die Wahl zwischenj Pest und Cholera und anderen Krankheiten aht.

Abgewirtschaftet

Ich habe soeben einen interessanten Artikel in der Zeit Online darüber gelesen, wie Österreich in der Wahrnehmung unserer Nachbarn rüberkommt. Der Titel spricht für sich: "Abgewirtschaftet"... http://www.zeit.de/2013/20/o... ettansicht

Das muß man so schreiben,

damit das Volk das Gefühl hat, Kleinparteien wählen sei gut. Ist es auch. Qui bono? Es nutzt denen die von einer schwachen Politik profitieren. Denen die einen Vorteil haben, wenn man die Politiker um billiges Geld kaufen kann, anstatt mit einer starken Partei rumkämpfen zu müßte, die eine Zwei-Drittel-Mehrheit hat und mit beiden Beinen im Leben steht.

Das ein Standard da mitspielt, das macht mir deutlich mehr Sorgen?

Qui bono? Das?

No brack. Immerhin beherrschen Sie Verschwörungstheorie.

Wenn schon zitieren, dann richtig ...
Es heißt ganz sicher nicht "Qui bono" ...

Wo witterst Du eine Verschwörung? Du brauchst Hilfe. Ehrlich.

Umfragestatistiken mit flachen Fragen so zu interpretieren das sie irgend jemandem nützt, hat bei mir mit einem ganz normalen Auftraggeber/Auftragnehmer Verhältnis zu tun und überhaupt nichts mit "Verschwörung". Die Frage nach dem Sinn und Zweck einer Statistik muss nicht gleich zu einer staatsfeindlichen Affäre aufgeplustert werden? Da nimmst Du Dich einfach zu wichtig. Es wird alles gut. Wirst sehen. Mit 10 kleinen Parteien wird das Land auch viiiieeeel leichter regierbar. Tolle Aussichten?

NEOS!

für alle, die sie noch nicht kennen, ich war sofort angetan! www.neos.eu

auch dazu kann man eigentlich nur sagen: "ich erlaube mir für jene arbeitnehmer die eine unternehmer-partei wählen, die wiedereinführung der 96 stundenwoche vorzuschlagen." (werner pirchner)

Verzerrung

Neos sind eh ständig in den Medien. Ich Frage mich auf was hinauf. Zur KPÖ welche im Gegensatz zu Neos schon in einen Landatg ist, und zb. im Gemeinderat von Linz, und einigen mehr, verhalten sich die Medien so - sie muss erst die Bringschuld erfüllen bereits in den Nationalrat eingezogen sein, um Interviewet zu werden, außer vielleicht es geht grad konkret um eine Kommunalwahl einer Gemeinde in der KPÖ stark im Gemeinderat ist oder um das Bundesland Stmk. Neos und Piraten müssen diese Bringschuld nicht erfüllen, in den letzen 2 Jahren bekamen diese beiden klein Parteien schätzungsweise je das 20 fache an Medienaufmerksamkeit als die KPÖ. Neos sind in keinen einzigen Gemeinderat vertreten. Was zahlen sie den Medien dafür?

SONE!

Scheint jeden Tag, zumindest über den Wolken. Auch mit einem N zu wenig sehr ansprechend, die Alternative für den Wahlsonntag.

Fast die Hälfte...

titelt der Standard in der Printausgabe. So würde auch "Krone bzw. Österreich" beginnen. Es sind aber auch 53% dagegen, oder?

43 dagegen, 10 enthaltung

Es gibt genau eine "Kleinpartei" die etwas ändern könnte

und das ist die KPÖ. Die einzige Partei die noch halbwegs die Interessen des Volks und nicht die von Banken und EU vertritt. Die einzige Partei die konsequenten aktiven antifaschismus unterstützt. Die Partei die sich für Wohnen, Arbeit usw. einsetzt ist die KPÖ.

kommt darauf an, was man unter Volk versteht. Ihre Sicht ist doch etwas eingeschränkt. Es gibt auch beispielsweise Unternehmer und auch Mitarbeiter von Banken gehören zum Volk. Sie haben auch ein Recht auf Vertretung ihrer Interessen.

...also unternehmer und bank-"mitarbeiter" sind schon reichlich in unserem parlament vertreten. da brauchens sich keine sorgen machen. und eine (finanz)starke lobby habens ah...

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