BP ruft Personal aus Libyen zurück

12. Mai 2013, 16:19
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Bei der OMV sind derzeit keine Änderungen geplant. Man habe jetzt nur unbedingt notwendiges Personal in Libyen

London/Wien - Der britische Erdölkonzern BP zieht Konsequenzen aus der verschlechterten Sicherheitslage in Libyen. Nicht unbedingt vor Ort benötigtes Personal werde abgezogen, teilte das Unternehmen mit. BP folge damit einer Empfehlung des britischen Außenministeriums. Auch die österreichische OMV fördert in Libyen Öl. Da man dort schon jetzt nur unbedingt notwendiges Personal habe, seien auch keine Änderungen geplant, erklärte ein Sprecher auf Anfrage.

Diplomaten verlassen Tripolis

In jüngster Vergangenheit ist es in Libyen verstärkt zu Gewalttaten gegen Diplomaten, Militärangehörige und Polizisten gekommen. Mehrere Diplomaten verließen der in der vergangenen Woche die Hauptstadt Tripolis. Dort hatten bewaffnete Gruppen zwei Wochen lang zwei Ministerien belagert.

In der Stadt Bengasi wurden nach Angaben der örtlichen Behörden am Sonntag erneut Anschläge auf zwei Polizeiwachen verübt. Bereits am Freitag waren Sprengsätze vor zwei anderen Wachen detoniert. Bengasi ist die Geburtsstätte des Aufstandes gegen den vor zwei Jahren gestürzten und getöteten Staatschef Muammar Gaddafi. Viele der Rebellengruppen weigern sich, ihre Waffen abzugeben und sind in den Straßen der Stadt präsenter als die Sicherheitskräfte. (APA, 12.5.2013)

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