"Unverständlich, warum wir uns deppert machen lassen"

11. Mai 2013, 21:35
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Stimmen zur 33. Bundesliga-Runde

Wiener Neustadt - Salzburg 0:6

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Ich hätte mir heute viel mehr erwartet. So darf man in einem Heimspiel nicht auftreten, ich bin sehr, sehr enttäuscht, so kann man in der Bundesliga nicht spielen. Wenn man zu Hause gegen Salzburg spielt, dann hat man eigentlich nichts zu verlieren und muss auch dementsprechend auftreten. Aber das haben wir von der ersten Minute an vermissen lassen. Wir haben in jeder Situation gezögert, egal ob wir am Ball waren oder nicht. Salzburg hat das eiskalt ausgenützt und uns vorgeführt im eigenen Stadion. Das war eine 'Mördertätschen'! Ich zweifle aber trotzdem keine Sekunde, dass die Mannschaft das schnell wegsteckt und den Klassenerhalt schafft."

Jörg Siebenhandl (Wiener-Neustadt-Tormann): "Wir sind immer hinten nachgerannt, nicht in die Zweikämpfe hineingekommen. Dazu hat Salzburg die Bälle immer in die Löcher gespielt - und so bekommt man Tore. Es ist unverständlich für mich, warum wir uns von den Salzburgern heute so deppert haben machen lassen, nachdem wir zuletzt zu Hause immer sehr gut gespielt haben."

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Das war die Reaktion, die ich mir nach der Cup-Blamage erwartet habe. Die haben wir heute ausgemerzt, die Mannschaft hat heute ihr wahres Gesicht gezeigt und bewiesen, dass sie Charakter hat. So wie wir heute aufgetreten sind, können wir auch die restlichen Spiele noch gewinnen. Wir haben es aber nicht in der Hand, Meister zu werden. Aber wenn sich die Chance ergibt, dann wollen wir da sein."

Innsbruck - Austria 0:3

Roland Kirchler (Trainer Wacker): "Wir haben in den ersten 25 Minuten richtig gut Fußball gespielt. Aber letztendlich werden wir bestraft. Die Austria hat in der zweiten Spielhälfte die Konterchance genutzt, das 0:2 und 0:3 waren dann schon egal. Beim Kopfball von Schilling habe ich den Ball schon im Tor gesehen, dann hätten wir diesen verdienten Punkt auch mitgenommen. Ich habe immer gesagt, es wird sich noch oft drehen in der Tabelle. Wir müssen ruhig bleiben und die Nerven bewahren."

Peter Stöger (Trainer Austria): "Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine Mannschaft, die sich im Abstiegskampf so teuer wie möglich verkaufen will. Wacker war permanent gefährlich, es hätte mehrere Möglichkeiten gegeben, dass sie Tore erzielen. Ich denke aber, wir sind trotz der späten Tore verdient als Sieger vom Platz gegangen. Wir haben nun die Möglichkeit, in den Heimspielen alles klar zu machen. Das ist unser Ziel und unser Wunsch."

Philipp Hosiner (Doppeltorschütze Austria): "Jeder, der das Tor (1:0, Anm.) gesehen hat, hat gesehen, dass es pures Glück war. Innsbruck hat uns alles abverlangt, wir sind glücklich in Führung gegangen. Dann war Innsbruck sehr geknickt und wir konnten noch nachlegen. Jetzt haben wir zwei Heimspiele, da wollen wir den Meistertitel fixieren."

Rapid - WAC 0:0

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Die Leistung war schwer in Ordnung. Wir haben hinten überhaupt nichts zugelassen, das starke Konterspiel der Kärntner unterbinden können und uns etliche Chancen herausgespielt. Das Einzige, was wir uns vorwerfen müssen, ist, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Die Verletzung von Deni Alar ist ein sehr harter Schlag für uns."

Nenad Bjelica (WAC-Trainer): "Wir fahren zufrieden nach Kärnten, wir haben uns nicht mehr verdient. Rapid hat deutlich mehr Chancen gehabt. Wir haben uns defensiv gegenüber den letzten beiden Spielen gesteigert. In der Offensive waren wir aber nicht gut, in der zweiten Hälfte haben wir uns sehr schnell mit einem Punkt zufriedengegeben."

Ried - Mattersburg 1:1

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Wir haben in der zweiten Hälfte nicht mehr gespielt, was wir können und uns vorgenommen haben. Wir haben mit einem Mann mehr Bälle nur in die Breite gespielt, zu wenig Tempo gebracht, und die Spielverlegung ohne Ball hat nicht gestimmt. Wenn man so eine Möglichkeit wie heute hat, muss man mehr wollen. Müdigkeit wegen des Mittwochspiels lasse ich nicht gelten, da muss man im Kopf einmal abschalten können. Wenn wir noch in den Europacup wollen, müssen wir aus den letzten drei Spielen einige Punkte holen."

Clemens Walch (Ried-Spieler): "Die Enttäuschung ist sehr groß. Das ist sicher zu wenig, vor allem wenn man den Spielverlauf hernimmt. Mattersburg hat gleich aus seiner ersten Chance ein Tor gemacht. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, dass es heute nicht zu einem Sieg gereicht hat, wir hatten ein klares Chancenplus."

Anel Hadzic (Ried-Spieler): "Es tut weh, wir hatten uns drei Punkte vorgenommen. Mattersburg stand sehr tief, und uns hat auch das Quäntchen Glück gefehlt."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "In der Phase nach der Verletzung von Naumoski haben wir uns taktisch unklug verhalten. In der zweiten Hälfte hat dann wieder alles gepasst, trotz einem Mann mehr hat uns Ried nicht niedergespielt. Jeder Spieler von uns hat gebracht, was ich erwarte. Großes Kompliment an die Mannschaft, die toll funktioniert. Wir haben nach drei Punkten gegen den WAC mit Ried dem nächsten Europacup-Kandidaten einen Punkt aus dem Stadion gerissen - und das mit zehn Mann und personell mit dem letzten Kader, denn schlimmer als heute geht es personell nicht mehr."

Alois Höller (Mattersburg-Torschütze nach seinem 100. Bundesliga-Spiel): "Ich wusste gar nicht, dass ich ein Jubilar bin. Mein Tor war schon kurios. Ich glaube, wenn ich den Ball voll getroffen hätte, wäre er nicht reingegangen. Wenn man in Ried ein Unentschieden holt, ist das ein sehr gutes Zeichen. Wir haben zuletzt gut gepunktet."

Patrick Steiner (Mattersburg-Spieler): "Wir haben uns den Punkt redlich verdient. Zu zehnt war es natürlich schwierig, doch wir haben aus dem Spiel heraus nichts zugelassen und sind auch bei Standards konsequent gestanden. Jeder Punkt kann entscheidend und ausschlaggebend für den Klassenerhalt sein."

Admira - Sturm 3:0

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten Riesendruck, weil bei uns geht es ums Sein oder Nichtsein. Wir haben schon letzte Woche in Salzburg trotz der Niederlage eine gute Leistung gezeigt, an die wir heute nahtlos angeschlossen haben. Ich habe gewusst, dass die Burschen alles versuchen, um dieses Spiel in dieser Situation zu gewinnen, das haben sie von der ersten Minute an getan. Dieser Dreier gegen Sturm war extrem wichtig, denn wir haben gewusst, dass es vielleicht schon hätte vorbei sein können, wenn wir heute nicht gepunktet hätten, auch wenn noch drei Runden zu spielen sind. Dieser Sieg gibt Hoffnung und Stärke für die nächsten Spiele. Wir müssen nun weiter punkten."

Thorsten Schick (Admira-Torschütze zum 1:0): "Es war sehr wichtig, dass wir in Führung gegangen sind und dann schnell das 2:0 gemacht haben. Dieser Sieg war sehr wichtig für unser Selbstvertrauen, jetzt können wir beruhigt nach Kärnten fahren."

Markus Schopp (Sturm-Trainer): "Das war heute eindeutig zu wenig, gemessen an den Ansprüchen, die wir haben. Das Gegentor hat bei uns Unglaubliches ausgelöst. Nach vorne geht zu wenig und hinten waren wir zu anfällig. In dieser Form ist der Europa-League-Qualifikationsplatz nicht zu realisieren."

Christian Gratzei (Sturm-Tormann): "Wir haben auch schon andere Zeiten überstanden."

Michael Madl (Sturm-Mittelfeldspieler): "Was soll man nach so einer Leistung noch sagen? Wir haben den Anspruch, im Europacup zu spielen, und treten dann so auf. Da bin ich einfach nur sprachlos. Wir haben kein Mittel gegen die Admira gefunden." (APA, 11./12.5.2013)

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