Grossnigg und Co: Pflichtanbot für S&T

10. Mai 2013, 18:11
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Wien - Die Übernahme der in Frankfurt notierten Linzer IT-Dienstleistungsgesellschaft S & T AG zeitigt rechtliche Folgen. Die österreichische Übernahmekommission hat entschieden, dass die Käufer den restlichen Beteiligten ein Pflichtangebot stellen müssen.

Gekauft wurde das in Schieflage geratene Unternehmen Mitte 2011 von Quanmax und Erhard Grossnigg bzw. deren Gesellschaften. Die Kommission sieht in den Erwerbern eine "Gruppe gemeinsam vorgehender Rechtsträger". Daher müssten sie ein Pflichtangebot legen. Die Betroffenen wollen Rechtsmittel einbringen.

Anlegerschützer Wilhelm Rasinger erwartet sich von einem allfälligen Pflichtangebot "keine Verbesserung für die Aktionäre", da sich der Aktienkurs bereits erhöht und das Unternehmen "stabilisiert" habe. Rasinger war von Juli bis Ende November 2011 im Aufsichtsrat von S & T gewesen.

Die Aufsichtsratsvergütungen 2011 waren bei der S&T-Hauptversammlung 2012 Thema. Die Ex-Vorsitzende, Viktoria Kickinger, hat bei ihrem Abschied 80.000 Euro bekommen; was manche Aktionäre nicht so goutierten. Rasinger hat laut eigenen Angaben 20.000 Euro kassiert. In den Zeiten vor der Übernahme hatte die Vergütung 12.000 (Vorsitz) bzw. 10.000 Euro pro Jahr betragen.

Die Veröffentlichung des Ergebnisses des ersten Quartals 2013 wurde übrigens von 7. auf 27. Mai verschoben. Die Hauptversammlung findet aber bereits am 17. Mai statt. (gra, APA, DER STANDARD; 11.5.2013)

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