Priester, Papst und Pfefferoni

10. Mai 2013, 17:51
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Über innerkirchliche Probleme und die Mieselsucht mancher Gläubigen

Der Glorienschein strahlte schon einmal heller: "Die Welt schüttelt oft den Kopf über uns", klagte Wiens Erzbischof Christoph Schönborn bei einer Messe für Priesterjubilare am Freitag im Stephansdom. Traurig macht den Kardinal, "wie viel Zeit wir Priester in den letzten Jahren mit innerkirchlichem Streit, Konflikten und auch Skandalen verbracht haben". Viele Menschen kämen da nicht mehr mit, stellt Schönborn zerknirscht fest - und sieht eine wachsende Kluft zwischen Welt und Kirche.

Vielleicht hatte der Oberhirte in Rom also gerade seine Schäfchen in Österreich vor Augen, als er fast zeitgleich im Vatikan eine Predigt gegen die Mieselsucht hielt. Manche Gläubige, sprach Papst Franziskus, kämen daher "wie eine in Essig eingelegte Pfefferoni". (Gerald John, DER STANDARD, 11.5.2013)

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