14-Jährige entdeckt: iPad kann Defibrillator-Implantat deaktivieren

10. Mai 2013, 14:46
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Apple weist auf das Risiko im Benutzerhandbuch hin

Im Rahmen eines Schülerwettbewerbs hat die 14-jährige Gianna Chien herausgefunden, dass die Magneten in Apples iPad einen implantierten Defibrillator deaktivieren können. Ihre Studie durfte die Schülerin im Rahmen eines Treffens der Heart Rhythm Society vor 8.000 Ärzten präsentieren, berichtet Bloomberg.

Risiko, wenn Personen mit iPad einschlafen

Im iPad sind 30 Magnete verbaut, um das Smart Cover an Ort und Stelle zu halten. Bei Normalgebrauch seien die Magneten laut Bericht zu schwach, um Defibrillatoren beeinflussen zu können. Es bestehe jedoch ein Risiko, wenn eine Person mit dem iPad auf der Brust einschlafe. Davor will die Schülerin Betroffene warnen.

Auswirkungen bei 30 Prozent

An der Studie der Schülerin haben 26 Freiwillige teilgenommen. Bei 30 Prozent konnte der Defibrillator durch die iPad-Magneten deaktiviert werden. Bei Personen mit Herzschrittmachern habe das Tablet mit den Magneten keine Auswirkungen gezeigt. Unterstützung erhielt Chien von ihrem Vater, einem Facharzt für Herz-Elektrophysiologie.

Warnung von Apple

Apple selbst weist im Benutzerhandbuch auf potentielle Risiken hin: "In der linken unteren Hälfte des iPad sitzen Magnete und auch in den Ohrstöpseln befinden sich Magnete, die zu Beeinträchtigungen bei Herzschrittmachern, Defibrillatoren und anderen medizinischen Geräten und Apparaturen führen können. Das iPad Smart Cover und das iPad Smart Case beinhalten ebenfalls Magnete. Halten Sie stets einen Mindestabstand von 15 cm zwischen Ihrem Herzschrittmacher oder einem Defibrillator und dem iPad, dem iPad Smart Cover und dem iPad Smart Case." (red, derStandard.at, 10.5.2013)

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    Das iPad birgt ein potenzielles Risiko für Menschen mit implantierten Defibrillatoren.

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