Geldregen aus Freenet-Deal lässt bei Drillisch Kassen klingeln

10. Mai 2013, 11:41
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Überschuss von 121,8 Mio. Euro im ersten Quartal - Operatives Ergebnis stieg um 9,5 Prozent auf 16,2 Mio. Euro

Der Verkauf eines großen Aktienpakets am Konkurrenten Freenet hat dem Mobilfunkanbieter Drillisch einen Geldregen beschert. Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Überschuss von 121,8 Mio. Euro nach nur 2,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen aus Maintal bei Frankfurt am Freitag mitteilte. Im März hatte Drillisch seinen Anteil an Freenet ("Mobilcom Debitel") halbiert - durch den Verkauf des Pakets an die Bank of America strich die Firma gut 150 Mio. Euro ein. 

Fusionspläne aufgegeben

Damit beerdigte Drillisch ihre lange gehegten Pläne für eine Fusion mit der Hamburger Freenet. Die beiden Unternehmen hatten in Vergangenheit wiederholt über ein Zusammengehen gesprochen. Auch ohne die Sondererlöse liefen die Geschäfte gut: Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg von Januar bis Ende März um 9,5 Prozent auf 16,2 Mio. Euro. Drillisch konzentriert sich seit einiger Zeit auf lukrative Vertragskunden - Prepaid-Angebote wurden zurückgefahren. Deshalb sank die Zahl der Kunden in den vergangenen zwölf Monaten um knapp 600.000 auf 1,85 Millionen. Für 2013 bestätigt Drillisch seine Prognose: Es werde weiter ein Ebitda von 67 bis 70 Mio. Euro erwartet. (APA/Reuters, 10.5.2013)

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