US-Behörden lassen Vorlage für 3D-Druck-Waffe löschen

10. Mai 2013, 09:18
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Baupläne waren innerhalb von 48 Stunden über 100.000 Mal heruntergeladen worden

Auf Druck der Regierung in Washington hat ein US-Student die erst kürzlich veröffentlichten Baupläne für eine funktionsfähige Pistole aus einem 3D-Drucker wieder von seiner Homepage entfernt. Die Daten seien auf Bitten der Behörden dem öffentlichen Zugriff entzogen worden, teilte Defense Distributed, die Firma des 25-jährigen Jus-Studenten Cody Wilson aus Texas, am Donnerstag mit.

Weiterhin im Netz

"Bis auf Weiteres beansprucht die Regierung der Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Informationen für sich", hieß es auf der Website. Allerdings bleiben die Blaupausen an anderer Stelle im Netz verfügbar, da sie bereits über Pirate Bay verbreitet wurden. 

Rasche Verbreitung

Nach eigenen Angaben habe Wilson genau das demonstrieren wollen, dass die Kontrolle des Waffenhandels mit Technologien wie 3D-Druck und der Verbreitung von CAD-Files über das Netz schwierig sei, wie er gegenüber Forbes erklärte. Wie berichtet waren die Vorlagen innerhalb von 48 Stunden rund 100.000 Mal heruntergeladen worden.

Nicht mit Metalldetektoren aufzuspüren

Mit den Plänen ist es möglich, eine scharfe Pistole mit einem handelsüblichen 3D-Drucker nahezu komplett aus Kunststoff herzustellen. Lediglich für den Schlagbolzen wird ein einfacher Nagel aus dem Baumarkt benötigt. Die Waffe ist daher auch kaum bei Sicherheitskontrollen durch Metalldetektoren aufzuspüren.

Erfolgreich abgefeuert

Bereits bei der Veröffentlichung der Pläne am vergangenen Montag waren Sicherheitsbedenken geäußert worden. Wilson hatte die Pistole mit dem Namen "Liberator", die er mit einem bei eBay erworbenen gebrauchten 3D-Printer "ausgedruckt" hatte, in der vergangenen Woche zumindest ein Mal erfolgreich abgefeuert. (APA, 10.5.2013)

  • US-Behörden gehen gegen die Verbreitung der 3D-Druck-Waffe Liberator vor.
    foto: defense distributed

    US-Behörden gehen gegen die Verbreitung der 3D-Druck-Waffe Liberator vor.

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