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Warum Sitzen & Stehen den Venen missfällt

10. Juni 2013, 00:00

Das Prinzip unseres Blutkreislaufs basiert auf Bewegung – damit sich das Blut im Körper bewegt müssen auch wir uns bewegen.

"Langes Sitzen das die Venen abknickt, enge Kleidung, langes Stehen und wenig Bewegung sind schlecht für die Venen", sagt Gefäßexperte Wolfgang Müller. Unser Blut fließt generell nicht sehr schnell,  im Sitzen oder Stehen verlangsamt sich der Blutfluss noch zusätzlich – kann sogar stocken - erhöht so den Druck in den Venen und steigert die Thrombosegefahr. In dem Moment, in dem man sich bewegt, fließt das Blut aber wieder schneller zum Herzen zurück und der Druck im Bein verringert sich.

Eine Herausforderung für den Alltag, in dem wir regelmäßig bis zu zehn Stunden am Schreibtisch sitzen, im Geschäft stehen, oder hinter dem Lenkrad verbringen... Was also tun, um die Beine aktiv zu halten und Schwung in den Blutkreislauf bringen?

In der Arbeit

"Unsere Lebens- bzw. Arbeitsweise trägt natürlich maßgeblich dazu bei, dass wir verstärkt Venenleiden bekommen", weiß Müller. "Das fängt schon damit an, dass es kaum mehr Häuser ohne Aufzug gibt. Man sollte die Aufzüge eigentlich sperren." Deshalb ist es ratsam zum nächsten Meeting lieber über die Treppe zu gehen statt den Lift zu nehmen und den Kollegen drei Büros weiter persönlich zu besuchen, anstatt ihn anzurufen.

Ausgenommen von der Liftregel sind Lasten: schweres Heben und Tragen verstärken den Druck auf die Venen und sollte daher vor allem bei Venenleiden vermieden werden.

Wer dennoch lange Perioden am Stück sitzt sollte die elterliche Erziehung vergessen und zum Zappelphilipp werden, denn was einstmals als Kind mühsam aberzogen wurde ist tatsächlich gut und wichtig für unsere Venen. Wer mit den Beinen wackelt und Füßen wippt aktiviert die Venenpumpe und vermeidet Schwellungen.

Zudem kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen einfach und effektiv helfen.

Unterwegs

Wie eingangs erwähnt, steigt im Sitzen die Neigung zur Blutgerinnung (Thrombosen) – eine Situation die sich auf langen Flügen oder Autofahrten besonders verschärfen kann. "Thrombosegefährdet sind vor allem Personen mit Herzkrankheiten, starkem Übergewicht, Infektionen oder einer ruhig gestellten Extremität", erklärt der Mediziner. Vereinzelt gibt es auch Personen, die eine genetische Thromboseneigung haben, was durch einen einfachen Bluttest abgeklärt werden kann.

Bei Autofahrten ist es daher wichtig, regelmäßig Pausen einzulegen und sich die Beine zu vertreten. Auf langen Flügen sollte man unbedingt bequeme Kleidung tragen (nichts Einschneidendes oder Einengendes), regelmäßig aufstehen, die Beine im Sitzen bewegen und nach Möglichkeit hochlagern. Auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist hier eine positive Unterstützung der Venen. Weiters muss auf eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden, denn: wenn das Blut eintrocknet, können sich leichter Gerinsel bilden. Wer regelmäßig Wasser zu sich nimmt hält das Blut flüssig.

Präventive Thrombosespritzen sind laut Müller nur im Einzelfall nötig und im Vorfeld mit einem Arzt abzuklären. Unmittelbaren Bedarf gibt es nur bei Personen, die kurz vor dem Flug eine Operation hatten, an einer florierenden Krebserkrankung leiden oder einen Gips tragen.


Venenübung am Arbeitsplatz:

  • Wadenpumpe: Füße zwischen Ferse und Zehenspitzen hin und her wippen und so die Wade an- und entspannen.
  • Ebenfalls sitzend unterm Schreibtisch durchführbar: Beine anheben und Fußgelenke kreisen.

Dr. Wolfgang Müller ist Venenspezialist und praktiziert in Wien.
www.krampfader.at

Mehr über Venenleiden und weitere Venenexperten finden Sie unter:

www.venengesundheit.at
www.antistax.at

 

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