Großprojekt "Unruhe der Form"

9. Mai 2013, 21:32
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Performances, Ausstellungen, Filmreihen, Interventionen, Konzerte, Performances, Lectures und Reden

Wien - Mit einem Kunstparcours reagieren die Wiener Festwochen auf die wachsende Instabilität der Politik, der Wirtschaft und des Lebens jedes Einzelnen. Unruhe der Form: Entwürfe des politischen Subjekts heißt das von Stefanie Carp, Georg Schöllhammer, Hedwig Saxenhuber, Matthias Pees und Karl Baratta kuratierte Projekt. Eröffnung ist Freitag (19.00) mit einer Reihe von Performances bei und in der Secession, in der Akademie der bildenden Künste und im Freiraum des Museumsquartiers.

"Die thematische Begründung liegt in der Luft", sagt Schauspieldirektorin Carp, "weil sich seit etwa drei Jahren eine zunehmende Politisierung verlautbart." Nach der Berlin-Biennale über künstlerischen Protest und dem Aktivismus-Marathon des Steirischen Herbsts im Vorjahr geht Unruhe der Form einen Schritt weiter. Ausgeleuchtet wird das Politische in der Kunst dort, wo es sich noch diesseits des Aktivismus bewegt. Und das im Aufeinandertreffen von Ausdrucksformen der bildenden und der darstellenden Künste. "Wir haben versucht, die Eigenlogiken der beiden Bereiche nicht in einem interdisziplinären Gemenge aufzulösen", erklärt Schöllhammer.

Der Ausstellungsparcours beginnt am Samstag an bewusst gewählten Orten: in der Secession als tradierter Ausstellungs-, in der Akademie als pädagogischer Institution und im populär aufgezogenen Museumsquartier. Mit dabei sind zwei Filmreihen im MQ-Freiraum: eine zu The Memory Project des Dokumentarfilmers Wu Wenguang, die zweite mit Künstlerfilmen, unter anderem über die inhaftierten russischen Aktivistinnen der Gruppe Pussy Riot.

Weiters gibt es Interventionen, Konzerte, Performances, Lectures - und Reden, in denen angesprochen wird, was die Politik gerne unter den Tisch fallen lässt. Assoziiert ist Unruhe der Form auch mit dem Festival "What Would Thomas Bernhard Do", das vom 17. bis 26. Mai in der Kunsthalle Wien stattfindet. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 10.5.2013)

Bis 16.6

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