Abtörnender "Pornoladen" im Kosmos Theater

9. Mai 2013, 20:53
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Das Stück von Autorin und Regisseurin Isabella Feimer bleibt unausgegoren

Eine Frau beginnt in einem Sexshop (mit Einzelkabinen und Kinobetrieb) als Verkäuferin zu arbeiten. Die Tätigkeit ist ihr nicht ganz geheuer, die Kollegen bestätigen ihre Skrupel, Arbeitsbedingungen: horribel. Dennoch bleibt sie und gedenkt später sogar, das Geschäft zu übernehmen und ins große Business einzusteigen (?).

Diese Hauptfigur ist nicht das einzige Unausgegorene in der Uraufführung von Isabella Feimers (Autorin und Regisseurin) "Pornoladen" im Kosmos Theater Wien, entstanden in Koproduktion mit dem Verein waifei.

Wovon will das Stück erzählen? Von blöden Chefs im Sexbusiness? Von blöden Kunden im Sexbusiness? Von den unter diesen Bedingungen ebenso blöd werdenden Angstellten? Mit donnergrollendem Sound, finsteren Gesichtern und metallisch-kaltem Licht drückt die Inszenierung auf den Düsternisknopf.

Aber die dicke Ladung Suggestion nützt nichts. Das Hu-hu-Porno-Flair ermüdet. (Margarette Affenzeller, DER STANDARD, 10.5.2013)

Kosmos Theater, bis 18. 5.

  • Nora-Anna Hofmann als Verkäuferin im "Pornoladen". 
    foto: monika saulich

    Nora-Anna Hofmann als Verkäuferin im "Pornoladen". 

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