"Rekordverdächtiger" Rückgang bei Spam-Mails

9. Mai 2013, 14:27
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Kaspersky: Spammer weichen allerings immer öfter auf soziale Netzwerke aus

Der Anteil von Spam-Nachrichten am gesamten E-Mail-Verkehr ist laut dem Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab stark zurückgegangen. Grund zur Erleichterung dürfte das allerdings nicht sein, denn Spammer weichen zunehmend auf soziale Netzwerke zur Verbreitung aus.

Rückgang von zehn Prozent

Laut dem Kaspersky-Spam-Report hat Spam im ersten Quartal des Jahres 66,5 Prozent am gesamten E-Mail-Aufkommen ausgemacht. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von zehn Prozent.

Texte überzeugender

Das Grundschema habe sich über die Jahre nicht verändert: Kriminelle setzen weiterhin darauf, Mails im Namen bekannter Dienste zu verschicken. Die Texte, die Nutzer überzeugen sollen Anhänge zu öffnen oder auf Links zu klicken, seien jedoch wesentlich überzeugender. Beliebt seien hier in diesem Jahr bisher vor allem Fake-Nachrichten von Facebook, Twitter und Foursquare.

Höhere Gefahr in Social Networks

Gleichzeitig steige laut Kaspersky das Spamaufkommen in den sozialen Netzwerken. So komme es immer öfter vor, dass Accounts gehackt werden, um Spam zu verbreiten. Ein Link, der vermeintlich von einer bekannten Person stammt, werde eher angeblickt. Ein weit verbreiteter Trick sei etwa ein Link, über den angeblich ein Foto der angeschriebenen Person zu sehen ist.

Twitter-Spam-Bots

Spam-Bots auf Twitter könnten zwar schnell erkannt und von Twitter entfernt werden. Ebenso schnell würden aber auch neue wieder auftauchen. Kaspersky habe beispielsweise eine Porno-Spam-Kampagne mit über 5.000 aktiven Bots entdeckt, zu der täglich 250 neue Bots hinzugekommen seien. (red, derStandard.at, 9.5.2013)

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    Spam kommt seltener per Mail, dafür immer öfter über Facebook und Co.

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