Mord und Selbstmord nach Streit in Tirol

9. Mai 2013, 13:22
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24-Jähriger lag erstochen in Wohnung - Nachbar als mutmaßlicher Täter beging anscheinend Selbstmord

Wörgl - Ein Streit unter Nachbarn hat in der Nacht auf Donnerstag in Wörgl in Tirol (Bezirk Kufstein) mit einem Mord und einem Selbstmord geendet. Ein 24-Jähriger, der tot in seiner Wohnung lag, dürfte laut Landeskriminalamt von seinem Nachbarn (26) mit einem Messer erstochen worden sein. Der mutmaßliche Täter beging nach derzeitigem Ermittlungsstand Selbstmord. Er wurde auf den Gleisen der Westbahnstrecke gefunden.

Auslöser für Streit unklar

Was der Auslöser für den Streit war bzw. warum dieser so eskalierte, war vorerst unklar. Die Ermittlungen seien diesbezüglich im Gange. Es dürfte aber eine größere Menge Alkohol im Spiel gewesen sein. Die Ermittler seien mit der Tatortarbeit und der Sicherung der Spuren beschäftigt, erklärte der Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, Walter Pupp, der APA. Zudem wurde eine Obduktion angeordnet.

Bei der mutmaßlichen Tatwaffe handelt es sich um ein großes Messer, sagte Pupp. Dieses hätten die Ermittler in der Wohnung sichergestellt. Unklar war vorerst, ob das Messer aus der Wohnung stammte oder mitgebracht worden war.

Weiterer Notruf

Die Polizei wurde kurz vor 7.30 Uhr zu der Wohnung des 24-Jährigen gerufen. Eine Bekannte des Mannes machte sich Sorgen, da ihr niemand öffnete. Nachdem sich die Beamten Zutritt verschafft hatten, fanden sie die Leiche des 24-Jährigen. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Selbstmord handelte oder Fremdverschulden vorlag.

Gegen 8.15 Uhr ging schließlich ein weiterer Notruf ein, dass auf der Westbahnstrecke im Gemeindegebiet von Wörgl ein junger Mann tot auf den Bahngleisen entdeckt worden sei. Dabei handelte es sich um den Nachbarn des Getöteten. Der 26-Jährige dürfte sich nach derzeitigem Ermittlungsstand vor einen Zug geworfen haben. (APA, 9.5.2013)

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