SPD stolpert über Tempolimit auf deutschen Autobahnen

8. Mai 2013, 18:40
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SPD-Chef Gabriel fordert 120 km/h-Grenze und bringt damit Spitzenkandidat Peer Steinbrück in die Bredouille

Dieses Mal ist ausnahmsweise nicht SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück selbst ins Fettnäpfchen getreten, wie zuletzt des öfteren der Fall. Stattdessen war es Parteichef Sigmar Gabriel, der ihn am falschen Fuß erwischte und die SPD im Wahlkampf erneut sehr unglücklich aussehen lässt. Gabriel forderte in einem Interview mit der Rheinischen Post ein Tempolimit von 120 km/h auf den Autobahnen und regte damit kurzzeitig eine Diskussion an, die in Deutschland in regelmäßigen Abständen aufflammt. Intern abgestimmt war dieser Vorstoß nicht, wie die prompte Distanzierung von Kanzlerkandidat Steinbrück zeigt, der ein Limit "nicht sinnvoll" findet.

Eine Abfuhr gibt es von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der im Interview mit Spiegel Online klarstellt: "Mit mir wird es ein generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen nicht geben." Aber auch der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) wehrt sich gegen eine gesetzliche Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, da nur sechs Prozent aller Unfälle auf den Autobahnen passieren, obwohl sich 31 Prozent des Verkehrs darauf konzentrieren. (red/derStandard.at, 8.5.2013)

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    SPD-Chef Sigmar Gabriel steigt intern aufs Gas, ist aber trotzdem für ein generelles Tempolimit.

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