In Graz entsteht Krebsforschungszentrum

8. Mai 2013, 17:16
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In der Steiermark soll Krebsforschung und -therapie im neu geschaffenen "Comprehensive Cancer Center" (CCC) zukünftig besser koordiniert werden

Graz - Die Vereinigten Staaten haben es vorgemacht: Das im Jahr 1937 etablierte Nationale Krebsinstitut (NCI - National Cancer Institute) koordiniert die Forschung und setzt Maßstäbe für die klinische Praxis im ganzen Land. Ähnliche Krebskompetenzzentren nach US-amerikanischen Vorbild sind europaweit bereits geschaffen worden und weiter im Entstehen. Auch in Österreich hat der Wissenschaftsrat die Einrichtung sogenannter "Comprehensive Cancer Center" an den österreichischen Medizinischen Universitäten im Jahr 2009 empfohlen.

Durch die enge Verknüpfung von Klinik und Forschung soll sichergestellt werden, dass die neuesten Erkenntnisse in die Patientenversorgung einfließen und für die Patienten die bestmögliche Therapie gefunden wird. Nach der Med-Uni Wien/AKH Wien wird ein solches Kompetenzzentrum nun auch in Graz aufgebaut.

Von den 85.000 stationären Patienten des Grazer LKH-Uniklinikums seien rund 12.000 von einer bösartigen Tumorerkrankung betroffen. Jährlich werden etwa 3.000 Neuerkrankungen verzeichnet, sagt der ärztliche Direktor Gernot Brunner. Im CCC Graz sollen die Mediziner innerhalb der Uniklinik, der Vorklinik sowie weiteren steirischen Spitälern bis hin zu niedergelassenen Ärzten an einem virtuellen Tisch zusammengeführt werden. Durch die Bündelung aller Krebsagenden erhofft sich Brunner "eine zusätzliche Verbesserung der Patientenversorgung". (APA/red, derStandard.at, 8.5.2013)

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