Verkehrsverbund Ost-Region erhöht Preise um drei Prozent

8. Mai 2013, 13:08
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Öffentlicher Verkehr in der Verkehrsregion Ost hatte 2012 um knapp vier Prozent mehr Fahrgäste

Wien - Die öffentlichen Verkehrsmittel im Osten Österreichs werden ab Juli teurer. Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) erhöht mit 1. Juli die Fahrscheinpreise im Schnitt um drei Prozent. In Wien sowie den Außenzonen kostet der Einzelfahrschein mit 2,1 Euro dann um zehn Cent mehr. Unverändert bleibt der Preis für die Jahreskarte in Wien (365 Euro) sowie die Jugendtickets (19,60 Euro) und Top-Jugendtickets (60 Euro).

Teurere Jahreskarten für Pendler

Teurer werden die Jahreskarten für Pendler. Beispielsweise kostet die Jahreskarte für die Strecke Mödling - Wien künftig 755 Euro (plus 2,2 Prozent) und St. Pölten - Wien 1.480 Euro (plus 2,5 Prozent). 2009 wurden die Ticketpreise zum letzten Mal durchschnittlich um 4,8 Prozent angehoben.

Jahreskarten, deren Gültigkeitsbeginn vor dem 1. Juli 2013 liegen, sind von der Tarifänderung nicht betroffen, erklärten die VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Thomas Bohrn am Mittwoch vor Journalisten in Wien. "Dieser Schritt ist erforderlich, da seit der letzten Tarifanpassung der Außenzonen im Juli 2009 viele Kostenfaktoren der Verkehrsdienstleister gestiegen sind - etwa die Energie-, Treibstoff- oder Rohstoffpreise", betone Bohrn. Die Ticketpreis-Erhöhung liege aber weit unter der allgemeinen Inflationsrate von rund acht Prozent seit 2009.

Koordination von über 40 Verkehrsbetrieben

Dem Verkehrsverbund Ost-Region gehören neben den Wiener Linien, ÖBB, Westbahn, Wiener Lokalbahnen, NÖVOG und Raaberbahn unter anderem noch zwölf regionale Busunternehmen an. VOR koordiniert das Angebot und die Ticketpreisen von über 40 Verkehrsbetrieben in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Der öffentliche Verkehr in der Ostregion hat 2012 erneut zugelegt und mit 979 Millionen Fahrgästen einen neuen Rekord verzeichnet. Im Vergleich zu 2011 legten die Fahrgastzahlen um insgesamt 3,7 Prozent zu. VOR-Geschäftsführer Bohrn führte den Fahrgastzuwachs unter anderem auf die gestiegenen Treibstoffpreise, Tarifsenkungen bei Jahres- und Monatskarte der Wiener Linien und die Ausweitung des Parkpickerls in Wien zurück.

Umfangreiche Reform im Jahr 2014

Eine umfangreiche Reform steht der Verkehrsregion Ost im Jahr 2014 bevor. So soll der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) mit den Verkehrsverbünden Niederösterreich/Burgenland (VVNB) zusammengelegt werden. Im Zuge dessen wird es auch eine Zonen- und Tarifreform geben."Es gibt noch keine Details", so Bohrn. Zur geplanten Vereinfachung und Vereinheitlichung könne man derzeit noch nichts sagen. (APA, 8.5.2013)

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