EA nimmt Abstand von Waffenherstellern

8. Mai 2013, 11:55
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Künftig keine Zahlungen und Werbedeals für Waffenlizenzen mehr

Electronic Arts wird Waffenherstellern keine Lizenzgebühren für die Nutzung virtueller Replikate in Videospielen wie "Battlefield 4" mehr zahlen, wenngleich man weiterhin reale Waffen in seinen Spielen abbilden möchte. Der Konzern beruft sich auf das Recht der freien Rede. "Wir erzählen eine Geschichte und haben unsere Perspektive. Ein Buch zahlt beispielsweise auch nicht für das Wort 'Colt'", sagt EA-Manager Frank Gibeau gegenüber Reuters.

Verstrickung aufgelöst

EA lizenziert seit Jahren Waffen für seine Spiele. Während diese Deals lange Zeit keine oder kleine finanzielle Aufwendungen von beiden Seiten sahen, kulminierte die Verstrickung von Spielen und Rüstungsfirmen 2012 im Titel "Medal of Honor: Warfighter". Die Webseite des Spiels verlinkte direkt auf reale Waffen und warb damit nicht nur für Handfeuerwaffen. 

"Das werden wir nicht mehr machen", erklärt Unternehmenssprecher Jeff Brown. "Die Action-Spiele, die wir dieses Jahr veröffentlichen, werden keine lizenzierten Bilder von Waffen inkludieren."

Klagen

Waffenhersteller wollten gegenüber Reuters keine Stellungnahme abgeben. Die Beziehung zwischen EA und der Rüstungsindustrie wurde jedoch schon mit dem Spiel "Battlefield 3" auf die Probe gestellt, in dem ein Helikopter von Bell ohne Lizenz nachgestellt wird. Während Bell eine Unterlassungsklage einreichte, berief sich EA auf den ersten Verfassungszusatz.

Activision, der Hersteller der erfolgreichsten Kriegspielserie "Call of Duty", äußerte sich nicht zu dem Fall. (zw, derStandard.at, 8.5.2013)

  • EA: Künftig keine Zahlungen und Werbedeals für Waffenlizenzen mehr
    foto: ea

    EA: Künftig keine Zahlungen und Werbedeals für Waffenlizenzen mehr

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