Jüdischer Weltkongress fordert Verbot von Neonazi-Parteien

8. Mai 2013, 09:34
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WJC will auch schärfere Gesetze gegen Rassenhass und die Leugnung des Holocaust

Budapest - Zum Abschluss seiner Jahrestagung hat der Jüdische Weltkongress (WJC) die Regierungen in Europa zum Verbot rechtsextremistischer Parteien gedrängt. Die Staaten sollten erwägen, Neonazi-Parteien und Organisationen zu untersagen, die die demokratische Ordnung stürzen wollten und Minderheiten bedrohten, erklärte der WJC am Dienstag in Budapest. Zudem forderte der Kongress schärfere Gesetze gegen Rassenhass und die Leugnung des Holocaust.

Zu der dreitägigen Hauptversammlung waren 500 Vertreter von mehr als 70 jüdischen Gemeinden in die ungarische Hauptstadt gereist. Der Kongress hatte Budapest bewusst ausgewählt, um gegen einen zunehmenden Antisemitismus in Ungarn zu protestieren. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte dem WJC am Montag als Gastredner die volle Unterstützung Deutschlands im Kampf gegen Judenfeindlichkeit zugesichert.

Der Präsident des Weltkongresses, Ronald S. Lauder, der die Organisation seit 2007 leitet, war am Montagabend in seinem Amt bestätigt worden. Lauder war bei der Wahl der einzige Kandidat. (APA, 8.5.2013)

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