Blauhelmsoldat im Kongo getötet

    8. Mai 2013, 07:59
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    Opfer kam aus Pakistan - UNO-Generalsekretär Ban verurteilt Angriff

    New York/Kinshasa/Islamabad - Bei einem Angriff in der Demokratischen Republik Kongo ist ein UNO-Blauhelmsoldat getötet worden. Der pakistanische Soldat starb nach Angaben der Vereinten Nationen am Dienstag in einem Hinterhalt in der Provinz Süd-Kivu. Unbekannte hätten einen Militärkonvoi der UNO-Mission für den Kongo (MONUSCO) angegriffen.

    UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Angriff. Die Tötung von Blauhelmsoldaten sei ein Kriegsverbrechen und werde vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verfolgt, betonte ein Sprecher. Ban forderte die kongolesische Regierung auf, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

    In der Provinz Süd-Kivu sind mehrere bewaffnete Gruppen aktiv. Sie gehört jedoch nicht zu den Hochburgen der Rebellenbewegung M23, die Ende vergangenen Jahres eine Offensive gegen UNO-Truppen und die kongolesische Armee gestartet hatte.

    Mehr als 17.000 Blauhelme im Kongo

    Die MONUSCO-Truppe mit mehr als 17.000 Blauhelmsoldaten ist einer der bedeutendsten Militäreinsätze der UNO weltweit. Pakistan gehört zu den Haupttruppenstellern der MONUSCO. Der Osten des Kongo leidet seit zwei Jahrzehnten unter Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen. Immer wieder entstehen neue Rebellenbewegungen - nicht selten mit Unterstützung benachbarter Staaten.

    Im März beschloss der UNO-Sicherheitsrat die Gründung einer zusätzlichen offensiven Eingreiftruppe mit mehr als 2.500 Soldaten. Sie soll im Osten des Kongo gegen Rebellen vorgehen. Ihre Stationierung soll in den kommenden Wochen beginnen. (APA, 8.5.2013)

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