WJC-Präsident entschuldigt sich bei Orban

7. Mai 2013, 22:14
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Lauder: "Habe Orban-Interview mit Distanzierung von Jobbik nicht gekannt"

Budapest - In seiner Abschlussrede auf der 14. Vollversammlung des jüdischen Weltkongresses in Budapest hat dessen Präsident Ronald S. Lauder den ungarischen Premier am Dienstag um Verzeihung gebeten. Lauder habe das Interview von Viktor Orban in der israelischen Zeitung "Jediot Ahronot" nicht gekannt, in dem Orban erklärte: "Die ungarische Jobbik-Partei stellt eine immer größere Gefahr dar für die Demokratie." Damit hätte sich Orban entschieden von Jobbik distanziert, nannte Lauder den Grund seiner Entschuldigung.

Orban war nach seiner Rede auf der Vollversammlung massiv angegriffen worden. "Wir sind sehr enttäuscht", erklärte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, vor der Presse. Orban hätte den Namen der rechtsradikalen Jobbik-Partei auf dem Plenum "nicht einmal in den Mund genommen". Dabei hätte die Regierung Orban eine 2/3-Mehrheit im Parlament, könnte so mehr für den Schutz von Minderheiten tun, aber "sie will nicht". Auch WJC-Präsident Lauder hatte erklärt, in Ungarn könnten im Kampf gegen Antisemitismus "keine erkennbaren Erfolge" verzeichnet werden. (APA, 7.5.2013)

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