Politik für Hundi und Sumsi

Einserkastl7. Mai 2013, 19:33
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Vielleicht sollten sich Politiker generell mehr an Viecherln halten

Die Sache mit dem Volk und den Viecherln hat schon was. Dass die Umwelt für Tiere wichtig ist und selbige wichtiger sind als Pestizide bzw. das Geschäft damit, das wissen wir dank unseres zunächst etwas patschert wirkenden Umweltministers. Der hat nun, nach aufregenden Tagen, an denen das unmutige Gesumse über die Bienengefahr jobgefährdend für ihn wurde, gelenkig den argumentativen Krebsgang eingelegt. Der Einsatz der gefährlichen Mittel soll in Österreich verboten werden. "Im Zweifel schützen wir die Bienen", hatte freilich zuvor schon der ÖVP-Chef via "Kurier" wissen lassen.

Eine Nation atmet auf: Wenn schon die Finanzministerin Österreichs heiliges Bankgeheimnis nicht schützen kann, dann wollen wir wenigstens den Bienenschutz hochhalten. Sumsi ist tot, es lebe die Honigbiene.

Vielleicht sollten sich Politiker ja generell mehr an Viecherln halten. Bei Managern bewährt sich das angeblich, sie besuchen bienenfleißig Kurse wie "Was Führungskräfte von Wölfen lernen können" (laut heulen?) sowie Hundekurse. Was da abgeht? Gemäß den Veranstaltern übernehmen "Coaching-Dogs wie Rotznase Aramis und Kommunikator Oszkar symbolisch die Rolle Ihrer Mitarbeiter". Hernach gibt es "vollkommen ehrliches Hundefeedback auf Ihr Handeln".

Auf den Hund gekommen am Hund ausprobieren, was das (Bienen-)Volk goutiert - das wär auch was für die hohe Politik. Aber: Sackerl nicht vergessen! (Renate Graber, DER STANDARD, 8./9.5.2013)

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