Hochtief verkauft Airport-Tochter

7. Mai 2013, 17:52
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Kanadischer Pensionsfonds zahlt dem Baukonzern 1,1 Milliarden Euro

Essen - Der deutsche Baukonzern Hochtief verkauft sein Flughafengeschäft an einen kanadischen Pensionsfonds (PSP Investments) um 1,1 Mrd. Euro. Das Geld fließt in den Schuldenabbau und in das operative Infrastrukturgeschäft.

Hochtief Airport ist an den Flughäfen in Athen, Budapest, Düsseldorf, Hamburg, Sydney und Tirana beteiligt, die zusammen jährlich etwa 95 Millionen Passagiere abfertigen.

Eigentlich wollte bereits der frühere Hochtief-Chef Frank Stieler den Verkauf der Flughafen-Beteiligungen schon 2011 unter Dach und Fach bringen. Hochtief hatte damals auf einen Erlös von bis zu 1,5 Milliarden Euro gehofft. Doch Stieler musste seinen Hut nehmen, die Flughäfen blieben.

Interessenten gesucht

Unter dem seit November amtierenden Chef Marcelino Fernández Verdes (einem vom spanischen Großaktionär ACS entsandten Manager) streckte der Konzern dann erneut seine Fühler nach Interessenten aus.

Verdes hat noch weitere Beteiligungen auf der Verkaufsliste. Der Manager will auch rund die Hälfte des margenschwachen Europa-Geschäfts versilbern - darunter auch den Bereich Service Solutions mit rund 5700 Beschäftigten. Interesse am Service-Geschäft hat unter anderem der Konkurrent Strabag signalisiert. Auch von der Immobilientochter Aurelis will sich Verdes trennen - das hatten auch schon seine Vorgänger versucht.

Hochtief war in der Vergangenheit durch Schwierigkeiten bei Großprojekten, etwa in Hamburg, unter Druck geraten - auch die über Jahre erfolgsverwöhnte australische Tochter Leighton war vorübergehend zur Belastung geworden. (Reuters, DER STANDARD, 8.5.2013)

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