Heinisch-Hosek: Lehrerdienstrecht scheitert an AHS-Lehrern

7. Mai 2013, 15:52
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Beamtenministerin sieht Konflikt innerhalb der Gewerkschaft - Nächste Verhandlungsrunde am Mittwoch

Wien - Am Mittwoch gehen die Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht in die nächste Runde. Das Problem ortet Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bei den AHS-Lehrern: So bejahte sie am Dienstag am Rande eines Hintergrundgesprächs die Frage, ob es sich an der AHS-Gewerkschaft spießt. Am Mittwoch will die Ministerin jedenfalls von den Lehrervertretern hören, was gegen das derzeitige Angebot der Regierung spreche.

Eine Verhandlungsrunde Ende April war schon nach rund einer Stunde beendet worden. Es seien "überfallsartig" 17 Mann der Gewerkschaft gekommen, ohne dass das vereinbart gewesen wäre, erklärte Heinisch-Hosek. Am Mittwoch könnten sich nun alle Lehrervertreter äußern. Man werde das, was seit über einem Jahr auf Beamtenebene diskutiert werde, noch einmal diskutieren. "Unser Angebot steht."

Interessenskonflikte in der Gewerkschaft

Stehen bestimmte Lehrergruppen besonders auf der Bremse? Die Pflichtschullehrergewerkschaft müsste "Halleluja schreien", weil das Angebot so gut sei, glaubt Heinisch-Hosek. Der AHS-Gewerkschaft müsse man sich dagegen noch ein bisschen annähern. Es gebe auch Interessenskonflikte in der Gewerkschaft selbst.

In der Frage des Unterstützungspersonals wie Psychologen oder Sozialarbeiter betonte Heinisch-Hosek, die Forderung der Lehrergewerkschaft nach 13.000 Personen sei "illusorisch", "die können sie vergessen". Man habe den Lehrern bereits Angebote in Zahlen gemacht, die darunter liegen. Die Zahl des Unterstützungspersonals korreliert für sie mit den von den Lehrern zu leistenden Unterrichtsstunden: Wenn man mehr Zeit mit den Kindern verbringe (die Regierung fordert 24 Stunden in der Woche, Anm.), werde sich die Höhe des Unterstützungspersonals einpendeln, jetzt müsse man sich einmal auf das andere einigen. Und für die 24 Unterrichtsstunden gebe es noch kein OK der Gewerkschaft.

Einigung bis zum Sommer

Nach einer Deadline für die Verhandlungen gefragt, meinte die Ministerin: "Qualität vor Tempo". Sie sei aber nach wie vor der Meinung, "dass wir das schaffen sollten bis zum Sommer". (APA, 7.5.2013)

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