Europas Leitbörsen einheitlich fester

7. Mai 2013, 13:01
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Frankfurt am Main - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Mittagshandel einheitlich mit festeren Notierungen tendiert. Der Euro-Stoxx-50 legte bis gegen 12.30 Uhr 19,02 Einheiten oder 0,69 Prozent auf 2.769,54 Punkte zu. Der DAX in Frankfurt notierte mit 8.163,07 Punkten und einem Plus von 50,99 Einheiten oder 0,63 Prozent auf einem neuen Rekordhoch. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich nach einem feiertagsbedingt längeren Wochenende um 20,97 Zähler oder 0,32 Prozent auf 6.542,43 Stellen.

Nach einem freundlichen Frühhandel sorgten zu Mittag überraschend starke Daten aus der deutschen Industrie für Auftrieb, kommentierte ein Händler. Die deutschen Industrieunternehmen haben erneut einen deutlichen Auftragszuwachs verbuchen können. Die Neuaufträge stiegen von Februar auf März um 2,2 Prozent, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet.

Für Impulse sorgte außerdem die Berichtssaison, die am Berichtstag einige Finanzunternehmen in den Fokus rückte. So konnten sich im Euro-Stoxx-50 Societe Generale mit einem Kursplus von 5,12 Prozent auf 29,99 Euro an die Spitze der Kurstafel setzen. In den ersten drei Monaten brach der Gewinn der zweitgrößten französische Bank um die Hälfte auf 364 Mio. Euro ein. Damit schnitt die Bank allerdings besser ab als von Experten erwartet. Daneben rückten Credit Agricole in den Blick und legten um moderate 0,37 Prozent auf 7,23 Euro zu. Der Nettogewinn des französischen Geldinstituts kletterte im ersten Quartal 2013 um mehr als die Hälfte auf 469 Mio. Euro.

In Frankfurt stiegen indessen Commerzbank um 1,80 Prozent auf 11,01 Euro. "Alles in allem sind die Zahlen für das erste Quartal etwas besser ausgefallen und der qualitative Jahresausblick wurde bestätigt", sagte ein Händler. Ein weiterer Händler verwies vor allem auf den Handelsgewinn, der die Erwartungen übertroffen habe sowie auf den geringer als erwartet ausgefallenen Fehlbetrag der Bank.

In London ging es für die Aktien von HSBC Holding um 3,09 Prozent auf 736,10 Pence nach oben. Der Gewinn vor Steuern der britischen Bank ist um 95 Prozent auf 8,4 Mrd. Dollar (rund 6,4 Mrd. Euro) geklettert und damit deutlich mehr als von Experten erwartet.

Gut gesucht präsentierten sich auch die Versicherungsaktien von Allianz (plus 2,53 Prozent auf 119,50 Euro) und AXA (plus 1,46 Prozent auf 14,93 Euro). Europas größter Versicherer Allianz ist mit einem überraschend starken Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Der Allianz-Konkurrent und zweitgrößter Versicherer in Europa AXA überzeugte die Anleger unterdessen mit einem Umsatzanstieg.

Ebenfalls nach Zahlen stiegen in Paris Lafarge um 5,77 Prozent auf 51,70 Euro. Einen Kurseinbruch um über acht Prozent bescherte hingegen der französische Rüstungskonzern Alstom seinen Anlegern. Der Siemens-Rivale hat wegen der anhaltenden konjunkturellen Schwierigkeiten seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2013/14 gesenkt. (APA, 7.5.2013)

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