23 Tote bei Anschlag auf Wahlveranstaltung in Pakistan

7. Mai 2013, 10:21
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Zudem fast 70 Verletzte nach Taliban-Angriff vom Montag

Peshawar - Die Zahl der am Montag bei einem Bombenanschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung im Nordwesten Pakistans getöteten Menschen ist auf mindestens 23 gestiegen. Nach Angaben von Behörden und Rettungskräften vom Dienstag wurden bei der Attacke im Stammesgebiet Kurram zudem mindestens 67 Menschen verletzt. Zunächst war von 14 Toten und mehr als 50 Verletzten die Rede gewesen.

Den Behörden zufolge war der Sprengsatz am Ort einer Kundgebung der religiösen rechtsgerichteten Partei JUI-F deponiert worden. Die pakistanischen Taliban gaben an, den JUI-F-Kandidaten Munir Orakzai im Visier gehabt zu haben, weil dieser die scheidende Regierung unterstütze. Orakzai blieb nach Angaben der Behörden unverletzt. Ein weiterer Kandidat wurde verletzt.

Rückzugsgebiet für Taliban

Es war der erste tödliche Anschlag auf eine Partei in den Stammesgebieten nahe Afghanistan seit dem Beginn des pakistanischen Wahlkampfs. Die Regionen gelten als Rückzugsgebiete für die islamistischen Taliban. Die Pakistanis wählen am Samstag ein neues Parlament. Die Taliban lehnen die Wahlen als unislamisch ab und drohten mehrfach mit Anschlägen.

Für das von wechselnder Militärherrschaft geprägte Land ist die Wahl entscheidend, weil dabei erstmals nach einer ganzen Legislaturperiode auf demokratischem Weg die politische Macht von einer Zivilregierung an die nächste übergeben werden soll. Seit dem 11. April wurden bei Anschlägen mindestens 92 Menschen getötet. (APA, 7.5.2013)

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