Digital spült am meisten Geld in Axel Springers Kasse

7. Mai 2013, 11:04
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Knapp zwei Drittel der gesamten Werbeerlöse kommen aus dem Digitalgeschäft - Umsatz inländischer Zeitungen verringert sich um 9,7 Prozent

Das erste Quartalsergebnis 2013 der Axel Springer AG bestätigt den Fokus auf neue Geschäftsfelder. Die Digitalen Medien sorgten bereits 2012 für Jubelmeldungen im Konzern, nun hat das Segment mit einem Umsatzplus von knapp zwanzig Prozent seine Stellung als größter Geschäftsbereich des Unternehmens weiter ausgebaut.

Laut Bericht entfielen bereits zwei Drittel der gesamten Werbeerlöse des Konzerns auf das digitale Geschäft, eine Steigerung um 27,1 Prozent auf 276,0 Millionen Euro. 

Drei Säulen-Wachstum

Das Segment Digitale Medien, Journalistische Portale & andere digitale Medien erhöhte den Umsatz um 24,9 Prozent auf 103,7 Millionen Euro, das EBITDA legte um 24,3 Prozent auf 19,7 Millionen Euro zu. Das Segment Performance Marketing, personifiziert durch die Zanox-Gruppe, konnte ihren Umsatz leicht um 1,3 Prozent auf 115, 0 Millionen Euro steigern. 

Am stärksten zogen die Rubrikenportale des Konzerns an. Die Axel Springer Digital Classifieds steigerten ihren Umsatz um fünfzig Prozent auf 99,4 Millionen Euro und lieferten damit den höchsten Beitrag zum EBITDA des Segments Digitale Medien.

Schwächelnder Printmarkt

Axel Springer hat mit Anfang März 2013 höhere Investitionen für eine beschleunigte Digitalisierung angekündigt, einerseits durch organisches Wachstum (6,6 Prozent), andererseits durch die Konsolidierung neu erworbener Gesellschaften wie Totaljobs, Onet.pl, Immoweb.be und meinestadt.de. Diese Initiative gekoppelt mit dem schwächelnden Printmarkt führte zu einem dreiprozentigen Rückgang des Konzern-EBITDA.

Der Umsatz im Segment Print International verringerte sich um 8,1 Prozent auf 96,1 Millionen Euro, die Werbeerlöse brachen um weitere 20,7 Prozent ein. In Deutschland ging der Umsatz der nationalen Zeitungen um 9,7 Prozent auf EUR 249,3 Millionen zurück, die Werbeerlöse sanken um 12,3 Prozent. 

Konzernumsatz gesteigert

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, sieht sich von den ersten Ergebnissen in seinem Kurs bestätigt: "Wir arbeiten in sämtlichen Konzernbereichen mit Hochdruck an der Weiterentwicklung zum führenden digitalen Medienunternehmen. Wie angekündigt wird unser Ergebnis in diesem Jahr durch höhere Investitionen in die Digitalisierung und durch Strukturanpassungen des Printgeschäfts belastet."

Das stärkste Wachstum (13,8 Prozent) wurde in den internationalen Märkten verzeichnet, wo 37,3 Prozent der Gesamterlöse der ersten drei Monate erwirtschaftet werden konnten. Zeitgleich stieg das EBITDA um 33,9 Prozent auf 62,8 Millionen Euro. Der Konzernumsatz steigerte sich im Jahresvergleich von 789 Millionen auf 803,6 Millionen Euro. (red, derStandard.at, 7.5.2013)

  • Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner: "Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien bestätigt uns in der Entscheidung, die digitale Transformation von Axel Springer beschleunigt voranzutreiben."
    foto: epa

    Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner: "Das starke Umsatz- und Ergebniswachstum der Digitalen Medien bestätigt uns in der Entscheidung, die digitale Transformation von Axel Springer beschleunigt voranzutreiben."

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