Uni Graz prüft Heilpflanzen in südchinesischem Labor

7. Mai 2013, 10:14
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Entzündungshemmende Substanzen stehen im Fokus des Forschungsnetzwerkes "Drugs from Nature Targeting Inflammation"

Die Provinz Guangxi liegt an der Südostküste Chinas. In Nanning, der rund 6,3 Mio. Einwohner zählenden Hauptstadt, liegt der Guangxi Botanische Garten für Arzneipflanzen: Mit 202 Hektar und ca. 7.000 verschiedenen Pflanzenarten ist es der weltweit größte Botanische Garten, der ausschließlich medizinischen Pflanzen gewidmet ist. "So etwas gibt es kein zweites Mal", sagt Rudolf Bauer, Leiter des Institutes für Pharmazeutische Wissenschaften der Universität Graz.

Die Delegation der Universität Graz kehrte jüngst mit neuen Kooperationsverträgen im Gepäck zurück. Unter anderem wurde eine enge Zusammenarbeit mit dem botanischen Garten für Arzneimittel vereinbart.

Charakterisierung von entzündungshemmenden Wirkstoffen

Bauer beschäftigt sich seit Jahren mit der Wirkung und Zusammensetzung von Pflanzen, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden. Im Jahr 2006 hat er den ersten Kontakt zum Guangxi Botanischen Garten geknüpft, 2007 hat die Universität Graz unter seiner Leitung gemeinsam mit der Med-Uni Graz das "Forschungszentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)" gegründet.

Im Rahmen des nationalen Forschungsnetzwerkes "Drugs from Nature Targeting Inflammation" beschäftigen sich Bauer und sein Team in Graz mit der Charakterisierung von Wirkstoffen, die Entzündungsprozesse hemmen.

"Es gibt zahlreiche Hinweise auf entzündungshemmende Substanzen, aber auch nachgewiesene positive Wirkungen auf den Stoffwechsel, welche bei der Diabetes-Therapie eine Rolle spielen könnten", so Bauer.

"Österreichischer Garten" geplant

Die Arzneipflanzen für seine Untersuchungen bekommt er schon jahrelang vom Guangxi Botanischen Garten zur Verfügung gestellt. Nun wollen die Uni Graz und der zur chinesischen Akademie der medizinischen Wissenschaften gehörige Botanische Garten die Kooperation intensivieren.

"Der Botanische Garten in Nanning umfasst auch ein überwältigendes Forschungsinstitut, das auf einer Nutzfläche Fläche von 20.000 Quadratmetern mit den besten und neuesten Geräten ausgestattet ist", schilderte Bauer. Als sogenanntes "Joint Laboratory" werden die Labors dann auch den Grazer Forschern zur Verfügung stehen.

Neben der gemeinsamen Gerätenutzung soll durch Pflanzenaustausch in Nanning ein "Österreichischer Garten" und im Botanischen Garten in Graz ein "Chinesischer Garten" entstehen. (APA/red, 7.5.2013)

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    Die Uni Graz und der Botanische Garten intensivieren die Kooperation.

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