Adobe stellt klassischen Verkauf von Photoshop ein

7. Mai 2013, 09:15
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Künftig nur mehr per Abo-Modell erhältlich - "Creative Cloud" ersetzt "Creative Suite"

Eigentlich hatten die meisten BesucherInnen der am Montag in Los Angeles gestarteten Max-Konferenz von Adobe die Vorstellung der Creative Suite 7 erwartet. Doch dann kam alles anders, und das mit einem ordentlichen Knalleffekt: Adobe verabschiedet sich zur Gänze vom klassischen Softwareverkauf und stellt auf ein reines Abo-Modell um.

Wechsel

In diesem Zug wird auch der Name "Creative Suite" eingestellt, stattdessen soll am 17. Juni die erste Ausgabe der "Creative Cloud" veröffentlicht werden - mit neuen Versionen all der bekannten Tools wie Photoshop, Illustrator und Co.

Preise

Der Preis dafür ist Adobe-typisch im gehobenen Segment angesiedelt: Wer monatlich zahlen und keine Verpflichtung eingehen will, muss 92,24 Euro berappen, bei einem Jahresabo sinkt der Preis auf 61,49 Euro. Bestehende KundInnen bekommen Ermäßigungen, wer die aktuelle CS6 erworben hat, kommt dabei mit mit 24,59 Euro am günstigsten davon. Einzelne Programme können ebenfalls um 24,59 Euro monatlich abonniert werden.

Geschäftlich

Dazu kommen dann noch diverse Angebote für Unternehmen. Einhergehend mit dem Abo-Service ist der Wechsel auf ein anderes Auslieferungsmodell: Statt einmal jährlich gibt es bei der Creative Cloud laufen neue Updates.

Vorgezogen

Schon seit vergangenem Jahr hat Adobe ein Abo-Modell im Angebot. Aufgrund des starken Interesses der eigenen KundInnen habe man sich jetzt aber deutlich früher als eigentlich geplant entschlossen, dieses zur einzigen Verkaufsoption zu machen, argumentiert das Unternehmen.

CS6

Zumindest fürs Erste sollen allerdings die Anwendungen der Creative Suite 6 noch weiter einzeln verkauft werden, wie lange man dies beibehält, lässt das Unternehmen jedoch offen. Zudem wird es hier keinerlei weitere Feature-Updates mehr geben.

Cloud?

Auch wenn die Verwendung des Begriffs "Cloud" anderes suggeriert, werden die Programme mit der neuen Version natürlich nicht ins Web verlagert. Es handelt sich dabei weiterhin um klassische Desktop-Anwendungen. Allerdings will man die Zusammenarbeit zwischen den Einzelprogrammen und Webseiten weiter verbessern. Im Kaufumfang ist zudem ein Online-Speicher enthalten, der im Normalfall bei 20 GB liegt. Vielleicht meint man in diesem Zusammenhang aber auch schlicht die Kopierschutzmaßnahmen der Software. Immerhin überprüfen die Programme der "Creative Cloud" nun künftig regelmäßig online, ob die laufende Lizenz noch gültig ist.

Features

Neben der Änderung des Verkaufsmodells soll die neue Softwareversion aber auch wieder diverse neue Features bringen. So bekommt Photoshop ein Tool spendiert, mit dem verwackelte Bilder gerettet werden können sollen. Zudem gibt es verbesserte Algorithmen zur Schärfung von Bildern und beim Hochskalieren des Ausgangsmaterials. (red, derStandard.at, 7.5.2013)

  • Der kommende Photoshop verspricht wieder einige Verbesserungen.
    grafik: adobe

    Der kommende Photoshop verspricht wieder einige Verbesserungen.

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