Österreicher stehen EU-Saatgutverordnung kritisch gegenüber

7. Mai 2013, 09:06
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Jeder Zweite gab negatives Urteil ab, nur acht Prozent sehen etwas Positives in der Regelung

Linz/Brüssel - Die Österreicher stehen der EU-Saatgutverordnung überaus kritisch gegenüber. Das ist das am Dienstag veröffentlichte Ergebnis einer Telefonumfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes Spectra. Bei 50 Prozent fiel demnach das Urteil "eher negativ" oder "sehr negativ" aus. Nur acht Prozent äußerten sich "eher positiv" oder "sehr positiv". 30 Prozent sagten zu dem Thema nichts.

Die Über-50-Jährigen und die höher Gebildeten sehen die Saatgutverordnung überdurchschnittlich kritisch. Am wenigsten Abneigung zeigten die Unter-30-Jährigen, die auch den höchsten Wert bei der Antwortoption "ist Ihnen egal" aufweisen.

Jeder Zweite informierte sich nicht

Die Diskussion um das Thema haben insgesamt 51 Prozent der 500 im April und Mai telefonisch Befragten mitbekommen. Bei der Saatgutverordnung handelt es sich um strenge Registrierungspflichten und Handlungsanweisungen für Unternehmen, die Samen für Nutzpflanzen herstellen und vertreiben.

Kritisiert wurde die Verordnung schon im Vorfeld als Kniefall vor großen Agrarkonzernen. Zuletzt ruderte die EU-Kommission zurück und nahm Private, Kleingärtner und Produzenten alter und seltener Pflanzensorten von der Regelung aus. (APA/red, 7.5.2013)

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