Alpbach: Werte und digitale Welten im Fokus

6. Mai 2013, 17:55
1 Posting

Internationalisierung und Kooperation mit Institut für Angewandte Systemanalyse

Wien - Mehr als 140 Milliarden Dollar verpufften innerhalb von 90 Sekunden an der Wall Street, als Hacker der "Syrian Electronic Army" jüngst den Twitter-Account der Nachrichtenagentur AP übernahmen und eine Falschmeldung über einen Anschlag im Weißen Haus absetzten. Die Kurse waren nach Aufklärung der Situation schnell wieder zurück - die Wichtigkeit des Themas Cybersecurity aber einmal mehr bewiesen.

Unter dem Querschnittthema "Digitale Welten" wird sich im August auch das Forum Alpbach diesem Themenkomplex widmen, wie am Montag bei der Vorstellung der Schwerpunkte für das Jahr 2013 bekannt gegeben wurde. Insgesamt möchte sich die Veranstaltung, die unter dem Motto "Werte und Erfahrung" steht und die heuer erstmals unter der Präsidentschaft des ehemaligen EU-Kommissars Franz Fischler stattfindet, internationalisieren.

Das werde sich etwa dadurch ausdrücken, "dass wir nicht immer auf allen Panels österreichische Politiker sitzen haben werden", erklärte Forums-Vizepräsident Caspar Einem. Man werde sich vor allem auch darum bemühen, junge Stipendiaten aus den Ländern Südwesteuropas, die von der Wirtschaftskrise besonders betroffen sind, in Dialog mit Vertretern aus nordeuropäischen Ländern zu bringen.

Zudem wurde das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) als neuer strategischer Partner des Forums vorgestellt. Dessen Direktor, Pavel Kabat, hofft, dass die "fundamentale Partnerschaft" mit Alpbach es ermöglicht, "eine effektive Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis zu eröffnen". Sein Thinktank habe sich etwa in einem langjährigen Projekt mit möglichen Szenarien für eine nachhaltige Energiewende beschäftigt. "Wir haben dafür alle wirtschaftlichen Faktoren kalkuliert, politische Prozesse aber bisher nicht einbeziehen können."

Ein weiteres Thema 2013 ist die Öffnung des Forums: Erstmals werden Veranstaltungen live via Internet-Stream übertragen und via Twitter kommentiert. (mesc, DER STANDARD, 7.5.2013)

Share if you care.