Kalter Winter belastet Wienerberger-Ergebnis

6. Mai 2013, 16:54
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Wien - Die Analysten der Baader Bank, Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und der UBS erwarten für die am Mittwoch anstehenden Erstquartalszahlen von Wienerberger aufgrund von Konsolidierungseffekten einen deutlich gestiegenen Umsatz. Im Konsens soll der Absatz um knapp 31 Prozent auf 500,85 Mio. Euro steigen.

Auf operativer Ebene sollte im Schnitt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebitda) zwar um gut 33 Prozent auf 2,8 Mio. Euro klettern. Ohne die Konsolidierung von Pipelife, sei das organische Ebitda allerdings klar rückläufig, hieß es von der Erste Group und UBS. Die Analysten der Baader Bank schätzen den Ebitda-Beitrag von Pipelife im ersten Quartal auf 10 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollte laut Konsensschätzung um rund 3,8 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum bei minus 49,6 Mio. Euro liegen. Das Nettoergebnis wird durchschnittlich um 28,4 Prozent geringer bei minus 64,3 Mio. Euro prognostiziert.

Das kalte Wetter zum Jahresauftakt hätte stark auf die Ziegel-Nachfrage gedrückt, sind sich die Experten einig. Vor allem in Europa war der Ziegelmarkt extrem schwach, schrieb Erste-Experte Franz Hoerl. Die Erholung am US-Markt hob er hingegen als positiven Faktor hervor.

Für das Gesamtjahr hat das Management ein operatives Ebitda von 280 Mio. Euro angepeilt. Trotz des erwarteten schwachen Jahresauftakt sei das Erreichen dieses Zieles nach wie vor möglich, schrieben die Analysten der UBS. "Der Markt sollte durch das schwache Q1 hindurchsehen", hieß es in der UBS-Studie. Die Baader-Experten schätzen hingegen, dass Wienerberger derzeit rund 20 Mio. Euro hinter ihrem Zielwert liegt und daher mit deutlichem Gegenwind ins neue Jahr gestartet ist. Entscheidend sei nun das zweite Quartal, sagte Christine Reitsamer von der Baader Bank. (APA, 6.5.2013)

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