BBC stellt eigene Technologie à la "IllumiRoom" vor

7. Mai 2013, 17:47
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System feiert mit zwei eigens gedrehten Filmen Premiere

Die BBC arbeitet an einer eigenen "Surround-Video"-Technologie und wird ihr System in Kürze erstmals live demonstrieren.

Die Idee, auch die Fläche um den Fernseher herum in die Projektion des Inhalts einzubeziehen, ist nicht ganz neu. 2004 preschte Philips mit AmbiLight vor, zuletzt hatte Microsoft mit dem Kinect-basierten "IllumiRoom" für Aufmerksamkeit gesorgt.

Zwei Kameras

Die seit 2006 in der BBC-Forschungsabteilung in Arbeit befindliche Technologie setzt auf zwei Kameras. Neben einer normalen Kamera kommt, möglichst knapp daneben platziert, eine weitere mit Fisheye-Linse zum Einsatz. Deren Aufnahme wird später zeitgleich passend über das eigentliche Bild gelegt, wie Forschungsleiterin Alia Sheikh in einem Video erklärt.

Für normale Projektoren geeignet

Der Vorteil der Technologie ist, dass für die Projektion kein spezielles Equipment benötigt wird. Dafür kann sie aber nur bei vorab aufgezeichneten Inhalten – sprich: Video und TV – eingesetzt werden. Die Verwendung bei Animationsfilmen hingegen ist möglich. Eine selbstentwickelte Kalibrierungssoftware stellt den Beamer auf den jeweiligen Raum ein.

Für die Premiere wurden zwei Filme produziert: Der Live-Action-Kurzstreifen "Broken" sowie der Trickfilm "Kill Mode". Sie werden am Sonntag, den 12. Mai, im Rahmen des Sci-Fi London Filmfestivals am British Film Institute gezeigt. (red, derStandard.at, 07.05.2013)

  • Das Wohnzimmer zur Leinwand machen will auch die BBC.
    foto: bbc

    Das Wohnzimmer zur Leinwand machen will auch die BBC.

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