Österreich erringt 38 Mal "Excellence" beim European Newspaper Award

6. Mai 2013, 14:07
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Abräumer: Norwegen, Spanien, Belgien, Holland und Deutschland - Trend geht zu Hintergrundberichterstattung, alternativen Erzählweisen und Aufwertung des Visuellen

Die besten Zeitungen Europas kommen aus Norwegen, Spanien, Holland, Belgien und Deutschland: Im Rahmen des diesjährigen "European Newspaper Congress", der bis zum morgigen Dienstag in Wien stattfindet, werden Montagabend die europäischen Printprodukte des Jahres ausgezeichnet.

In der Kategorie Lokalzeitung setzte sich "Bygdanytt" (Norwegen) durch, das beste Regionalangebot lieferte "El Correo" aus Spanien und den Preis für die beste überregionale Zeitung teilen sich "De Tijd" (Belgien) und "Trouw" (Niederlande). "Die Zeit" wird als beste Wochenzeitung prämiert. Auch heimische Medienhäuser dürfen sich über Auszeichnungen freuen.

"Awards of Excellence"

Beim vom Norbert Küpper gegründeten und zum 14. Mal vergebenen "European Newspaper Award", dessen Gewinner von einer elfköpfigen Jury, darunter Georg Taitl, Chefredakteur des österreichischen "Journalist", bestimmt werden, gibt es auch sogenannte "Awards of Excellence" für die besten Leistungen in Bereichen wie Titelseite, Infografik, Fotoreportage oder Sonderbeilage.

Unter den 133 prämierten Printprodukten finden sich auch 38 Auszeichnungen für österreichische Medien: "Kleine Zeitung", "Kurier", "Falter", "Salzburger Nachrichten", die Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag", "Oberösterreichische Nachrichten", "Presse am Sonntag", "Wirtschaftsblatt" sowie die "Vorarlberger Nachrichten" schafften es teils gleich mehrfach auf die umfangreiche Siegerliste. Die Verleihung dieser Preise bildet am Dienstag den Abschluss des Zeitungskongresses im Wiener Rathaus.

232 Teilnehmer aus 25 Ländern

Insgesamt haben sich 232 Zeitungen und Zeitschriften aus 25 Länder beworben, wobei Küpper zufolge vor allem drei Trends in der Berichterstattung zu erkennen sind: Längere Texte und damit Hintergründe zu großen Themen haben deutlich zugenommen, gleichzeitig werden alternative Erzählweisen stärker eingebracht. Das inkludiert auch die Aufsplittung von komplexen Themen in Listen bzw. wesentliche Einzelpunkte. Und schließlich sind Kombinationen von Foto, Infografik und Text weiterhin im Kommen, wobei hier skandinavische Zeitungen führend sind. (APA, 6.5.2013)

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