Barisic sieht positiven Trend - Schopp auch

6. Mai 2013, 13:16
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Sturm-Coach ärgerte sich nach 1:3 über Pech und die Schiedsrichter - Rapid-Präsident Edlinger schließt Pacult-Rückkehr aus

Rapid hat sich im Kampf um die Europa-League-Plätze in eine gute Ausgangsposition gebracht. Durch den 3:1-Sieg am Sonntag bei Sturm Graz festigten die Wiener den dritten Platz und liegen vier Runden vor Schluss fünf Punkte vor den ersten Verfolgern WAC und Sturm.

Barisic sah "verdienten Sieg"

Bei Rapid war eine Leistungssteigerung gegenüber den meisten Frühjahrspartien erkennbar. Das mag zwar nicht viel bedeuten, trotzdem zeigte sich Trainer Zoran Barisic mit dem Auftritt "sehr zufrieden" und sprach von einem verdienten Sieg.

Zur Fixierung der Europa-League-Teilnahme wollte sich der Nachfolger von Peter Schöttel aber nicht gratulieren lassen. "Es war nur ein Schritt dorthin, nicht mehr. Das war sicher keine Vorentscheidung", sagte Barisic nach dem ersten Auswärtssieg seit dem 25. November (2:0 gegen die Admira).

Bleibt Barisic?

Ob Barisic über das Saisonende hinaus Rapid-Trainer bleiben wird, soll sich in den nächsten Wochen entscheiden. Vereinspräsident Rudolf Edlinger wünschte sich gegenüber dem TV-Sender Sky aber eine längere Zusammenarbeit. Eine Rückkehr von Peter Pacult ist laut Edlinger nicht angedacht: "Meine Amtszeit dauert noch sechs Monate. Ich schließe aus, dass er innerhalb dieser Zeit zurückkommt."

Die zuletzt angespannte Stimmung in Hütteldorf ging auch an Edlinger nicht spurlos vorbei: "Das belastet. Wir sind alle Menschen. Es wäre falsch, wenn ich sage, es ist mir egal, wie Fans reagieren und die Mannschaft spielt. Aber es ist kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen."

Schopp kennt die Ursache: Pech ...

Sturm-Trainer Markus Schopp kassierte indes seine zweite Niederlage im zweiten Match. Jene gegen Rapid führte er auch auf Pech zurück. "Uns fehlt im Moment einfach das Quäntchen Glück, doch ein Aufwärtstrend ist erkennbar", meinte der Betreuer der seit sechs Partien sieglosen Grazer.

Als einen Knackpunkt sah der 39-Jährige den von Richard Sukuta-Pasu verschossenen Elfer, der das 2:2 bedeutet hätte. Der Unglücksschütze nahm sein Scheitern relativ gelassen: "Das Leben geht weiter, wir müssen an die Europa-League-Teilnahme glauben."

... und eine Regelwidrigkeit

Ein Wendepunkt der Partie war auch das 2:1 für Rapid durch Mario Sonnleitner, das nach Meinung von Schopp regelwidrig zustande kam. "Laut Videoanalyse war der Ball bei der Kopfball-Vorlage von Burgstaller über der Toroutlinie, der Linienrichter hätte das sehen müssen."

Der zuständige Schiedsrichter-Assistent Michael Baumann wies diese Aussage zurück. "Den Kameras zufolge ist es nicht hundertprozentig auflösbar, aber während des Spiels war ich mir hundertprozentig sicher, dass der Ball nicht mit vollem Durchmesser hinter der Linie war." (APA/red, 6.5.2013)

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