ÖH-Exekutive zog Bilanz: "So breit aufgestellt wie noch nie"

6. Mai 2013, 12:25
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Bilanzpressekonferenz des Vorsitzteams: "Hatten überall unsere Finger im Spiel"

Wien - "So breit aufgestellt wie noch nie" sieht sich die scheidende Exekutive der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH). "Wir hatten überall unsere Finger im Spiel", zog ÖH-Vorsitzender Martin Schott (Fachschaftslisten/FLÖ) am Montag bei einer Pressekonferenz Bilanz vor der anstehenden ÖH-Wahl vom 14. bis 16. Mai. Zwar seien die Ergebnisse nicht immer zur Zufriedenheit der ÖH ausgefallen und noch viele Baustellen offen - es seien aber doch kleine Änderungen gelungen und Schlimmeres verhindert worden, so Schotts Vorgängerin Janine Wulz (Grüne und Alternative StudentInnen/GRAS).

"Wir haben einen Minister, der angetreten ist, flächendeckende Studiengebühren einzuführen und Zugangsbeschränkungen", meinte Wulz. Der ÖH sei es zumindest gelungen, das zum Teil zu verhindern. Trotz vereinzelter Protestaktionen habe man dabei einen Kurs eingeschlagen, "der von Dialog und Diskussion geprägt war". So habe man etwa mit der Uni-Voranmeldung den "Flop des Jahres 2011" zu Fall gebracht und mit der vorverlegten Inskription einen Kompromiss ausgehandelt. "Wir waren dabei eine der ersten ÖH-Exekutiven, die dafür einen fertig ausformulierten Gesetzestext vorgelegt haben", so Schott.

Zu den Erfolgen der ÖH zählt Wulz auch die "Entschärfung der größten Härten der STEOP (Studieneingangs- und Orientierungsphase, Anm.)". So sei etwa die lebenslange Sperre für das betreffende Studium bei Scheitern an der STEOP gefallen, außerdem seien nun gesetzlich drei Prüfungsantritte festgeschrieben. Als wichtigstes Projekt bezeichnete die stellvertretende ÖH-Chefin Angelika Gruber (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ) die Einrichtung des "Forum Hochschule", das im Gegensatz zum Ministerium bereits einen Hochschulplan zustande gebracht habe.

"Kurzsichtige Hochschulpolitik"

Trotzdem seien noch viele Baustellen offen, meinten Schott und Wulz: Als Beispiele nannten sie die Reform der Lehrerausbildung, das "Fristenchaos" mit unterschiedlichen Anmeldefristen für verschiedene Studien sowie generell die Themen Zugangsbeschränkungen und die von der ÖH vor den Verfassungsgerichtshof (VfGH) gebrachten autonomen Studiengebührenregelungen.

"Unerlässlich für eine starke ÖH" seien die Eckpfeiler Beratung und Hilfe, betonte Schott. Dies habe gerade die "kurzsichtige Hochschulpolitik der letzten Jahre" gezeigt. Bei Einführung der mittlerweile wieder abgeschafften verpflichtenden Voranmeldung habe es einen regelrechten Ansturm gegeben. Pro Woche biete die ÖH-Bundesvertretung 79 Beratungsstunden an (2010/11: 52 Stunden) - persönlich, via Mail oder Skype. Mittlerweile habe man außerdem die Maturantenberatung auf ganz Österreich ausgedehnt und damit zuletzt 12.000 Maturanten erreicht. Darüber hinaus hat die ÖH in den vergangenen beiden Jahren 55 Mio. Seiten an Broschüren produziert, am beliebtesten ist dabei die Sozialbroschüre mit einer Auflage von jährlich 24.000 Stück. Darüber hinaus wurden mit dem Heimfördertopf und dem Fördertopf für feministische/queere Forschung zwei neue Fördertöpfe etabliert. (APA, 6.5.2013)

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