Landeshauptmänner sind wieder unter sich

6. Mai 2013, 11:40
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Keine einzige Frau mehr an der Spitze eines Bundeslands - Auch unter Landtagsabgeordneten sind Frauen stark unterrepräsentiert

Wien/Salzburg - Das Gruppenbild der österreichischen Landeshauptleute hat sich mit der Wahl am Sonntag stark verändert: Die Landeshauptmänner sind wieder unter sich, denn mit der Abwahl von Gabi Burgstaller wird keines der neun Bundesländer mehr von einer Frau regiert. In der Minderheit sind Frauen auch in den Landesparlamenten: Auch wenn sich der Frauenanteil mit den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich Anfang März erhöhte, bleibt der Politikerinnen-Anteil gering.

Vorgemacht hatte es die Steirerin Waltraud Klasnic von der ÖVP, die jedoch darauf bestand als "Frau Landeshauptmann" angesprochen zu werden: Am 23. Jänner 1996 wurde sie als erste Frau an die Spitze eines österreichischen Bundeslandes gewählt und im Jahr 2000 eindrucksvoll im Amt bestätigt. Gabi Burgstaller schaffte es 2004, das schwarze Bundesland umzufärben und wurde die erste Salzburger Landeshauptfrau. Auch sie wurde wiedergewählt, die SPÖ verzeichnete 2009 aber Verluste. Nach dem Finanzskandal, für den die Wähler am stärksten ihre Partei verantwortlich gemacht hatten, muss auch sie das Büro der Landeschefin räumen.

140 Frauen unter 448 Landtagsabgeordneten

Unter den neun Landeshauptleuten beträgt der Frauenanteil nun genau 0. Mit Stand Freitag, 3. Mai, also vor der Salzburger Landtagswahl und noch ohne Neuerungen, welche die Tiroler Landtagswahl bringt, sind von den 72 Landesregierungsmitgliedern 23 Frauen (31,9 Prozent). Dieser Anteil hat sich durch die Kärntner Landtagswahl leicht von 22 auf 23 erhöht, wo nun eine Frau mehr in der Landesregierung sitzt (zwei von sieben, 28,6 Prozent). In Niederösterreich, wo ebenfalls im März gewählt wurde, blieb die Zahl der weiblichen Regierungsmitglieder mit vier von neun gleich (44,4 Prozent). Das geht aus Unterlagen von Werner Zögernitz, Präsident des Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen, hervor.

Insgesamt zählt Österreich 448 Landtagsabgeordnete, von ihnen sind seit den Wahlen im März 140 Frauen (31,3 Prozent). Davor waren es 134 Mandatarinnen. Sowohl in den Kärntner (von sechs auf acht, nun 22,2 Prozent) als auch in den Niederösterreichischen Landtag (von neun auf 13, nun 23,2 Prozent) zogen etwas mehr Frauen ein.

Im Nationalrat, im Bundesrat und auch unter den österreichischen VertreterInnen im Europäischen Parlament beläuft sich der Frauenanteil auf rund ein Drittel. Viel geringer hingegen sind die Frauen in den Gemeinden vertreten, wo es nur knapp über fünf Prozent Bürgermeisterinnen gibt. (APA, 6.5.2013)

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    Vier der neun Landeshauptmänner. Die einzige Frau, Gabi Burgstaller, legte am Sonntag nach den herben Verlusten der SPÖ ihre politischen Funktionen zurück. Jetzt bleiben die Männer wieder unter sich ...

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