Rapid verschafft sich Aussicht auf Europa

5. Mai 2013, 19:24
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Hütteldorfer gewinnen bei Sturm 3:1 - Novota hält für die Grünen einen Penalty - Starkl mit erstem Bundesligator

Graz - Nicht Not und Elend, sondern der Fünfte und der Dritte der Bundesliga begegneten einander zwecks Abschluss der 32. Runde am Sonntag in der UPC-Arena. Und es wurde schließlich eine halbwegs dem Titel Schlager adäquate Partie daraus. Das lag auch daran, dass die beiden erst seit kurzer Zeit amtierenden Trainer gewillt waren, den 14.000 Zusehern Offensives zu bieten.

Zoran Barisic versprach für Rapid Angriffsgeist, er verzichtete auf Gerson und brachte erstmals seit März wieder Branko Boskovic. Dazu ließ er Guido Burgstaller, Lukas Grozurek sowie ganz vorne Dani Alar und Marcel Sabitzer beginnen. Kollege Markus Schopp musste nach seinem verpatzten Debüt (0:3 in Wolfsberg) umstellen. Jürgen Säumel fehlte wegen einer Verletzung, Milan Dudic wegen einer Sperre. Manuel Weber und Matthias Koch schmückten die Mittelfeldzentrale.

Den stärkeren Beginn erwischte eindeutig Rapid. Die flotte Führung gelang aber auch dank kleiner Hilfestellung von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer. Nach einem ungeahndeten Foul von Alar an Kainz wird Sabitzer ideal freigespielt. Der 19-Jährige lässt Johannes Focher im Tor von Sturm keine Chance (7.). Die Antwort der Gasgeber ließ nicht lange auf sich warten. Nach Doppelpass von Florian Kainz und Imre Szabics und kurzer Abwehr von Jan Novota staubt Andreas Hölzl zum Ausgleich ab (1: 1).

Rapid ließ sich dadurch nicht entmutigen und hätte dennoch mit einer Führung in die Pause gehen können. Einerseits traf Burgstaller aus 20 Metern die Latte (34.), andererseits brachte Martin Ehrenreich im Strafraum Grozurek zu Fall (37.), eine zumindest verdächtige Szene.

Sukuta-Pasu scheitert, Sonnleitner trifft

Nach Seitenwechsel erhöhte Sturm die Schlagzahl, ohne zunächst gefährlich zu werden. Einen Schuss von Burgstaller hielt Focher problemlos (64.), doch nur eine Minute später führte Rapid erneut. Nach einer Ecke legt Burgstaller den Ball per Kopf für den aufgerückten Mario Sonnleitner auf, der seinerseits problemlos trifft. Sturm reklamierte vergebens und laut Trainer Schopp völlig zurecht, dass der Ball schon im Tor-Out gewesen war. Der Zorn verrauchte erst, als Sonnleitner Andreas Hölzl im Strafraum rempelte und Schörgenhofer einen Elfmeter anordnete. Doch Richard Sukuta-Pasu scheiterte an Goalie Jan Novota (70.).

In der Folge drängte Sturm, davor in drei Heimspielen en suite ungeschlagen, auch unter Aufbietung von Rubin Okotie, der für Hölzl kam, mit zunehmender Verzweiflung auf den Ausgleich. Der effektivere Wechsel gelang aber Coach Barisic bei Rapid. Er ersetzte Alar durch Dominik Starkl. Der 19-Jährige stürmte in der Nachspielzeit durch die eigentlich nicht mehr vorhandene Sturm-Abwehr und netzte zur Entscheidung. "Wir haben gekämpft bis zum Umfallen", sagte der beglückte Sonnleitner. (lü, DER STANDARD, 6.5.2013)

SK Sturm Graz - SK Rapid Wien 1:3 (1:1)
UPC-Arena, 14.268 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Torfolge:
0:1 ( 7.) Sabitzer
1:1 (12.) Hölzl
1:2 (66.) Sonnleitner
1:3 (92.) Starkl

Sturm: Focher - Ehrenreich, Madl, Vujadinovic, Klem - Hölzl (80. Okotie), M. Weber (67. T. Kainz), Koch, F. Kainz (53. C. Kröpfl) - Sukuta-Pasu, Szabics

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Pichler, Katzer - Heikkinen, Alar (84. Starkl), Boskovic (73. Kulovits) - Burgstaller, Sabitzer (76. Wydra), Grozurek

Gelbe Karten: F. Kainz, Hölzl, Weber, Ehrenreich bzw. Boskovic, Burgstaller, Pichler, Novota, Sabitzer, Grozurek

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    Rapid jubelt über das umstrittene 2:1.

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    Terrence Boyd tröstet nach dem Match Richard Sukuta-Pasu, der den Elfer für die Blackies vergab.

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