Münchner Polizei erhöht Sicherheitsvorkehrungen

4. Mai 2013, 16:42
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500 Beamte zum Prozessauftakt am Montag im Einsatz

München - Vor dem Beginn des NSU-Prozesses am kommenden Montag in München hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen intensiviert. So beobachten Beamte, ob es am Justizgebäude zu Versammlungen oder Demonstrationen kommt, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Rund 500 Polizisten sollen am Montag einen störungsfreien Prozessauftakt garantieren. Die Polizei habe derzeit keine Erkenntnisse über eine konkrete Gefahr - weder von rechten noch von linken Gruppen.

Zu den angekündigten Demonstrationen gegen Rassismus und rechte Gewalt erwarteten die Veranstalter insgesamt rund 1.000 Teilnehmer. Das "Bündnis gegen Naziterror und Rassismus" will vor dem Gericht erneut an die Opfer der rassistisch motivierten Mordserie erinnern und einen konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus fordern. Weitere Veranstalter haben unter dem Motto "Zeig Haltung - Gemeinsam gegen Rassismus" sowie "München bleibt bunt und wird nicht braun" zu Kundgebungen aufgerufen. Auch der Türkische Volksverein will zum Prozessauftakt demonstrieren.

Der Terrororganisation "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) werden zehn Morde zugeschrieben, acht Opfer waren türkischer Abstammung. Der Hauptangeklagten Beate Zschäpe wird Mittäterschaft vorgeworfen. Vor Gericht müssen sich außerdem vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer verantworten. (APA, 4.5.2013)

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