Schweiz will über Bankdatentausch reden

4. Mai 2013, 15:46
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Finanzministerin Widmer-Schlumpf kündigt aber Bedingungen an

Genf - Die Schweiz ist laut Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf grundsätzlich bereit, über den internationalen Austausch von Bankdaten zu sprechen. Es gebe dafür aber bestimmte Bedingungen, sagte Widmer-Schlumpf am Samstag auf einem Parteitag der Bürgerlich-Demokratischen Partei in Genf. Die Schweiz müsse ein starker und wettbewerbsfähiger Finanzplatz bleiben, mahnte die Ministerin.

Steigender Druck

Im April hatte die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) angekündigt, der automatische Austausch von Bankdaten zwischen Steuerbehörden verschiedener Länder solle zum Standard werden. Widmer-Schlumpf hatte beim Treffen der G-20-Finanzminister in Washington erklärt, ihr Land sei zu Gesprächen bereit, sofern der Datenaustausch für alle Staaten gelte, auch die Steuerparadiese in Übersee.

In der Schweiz gilt ein besonders striktes Bankgeheimnis. Zuletzt signalisierte die Regierung aber die Bereitschaft, internationalen Forderungen nach einer Aufweichung nachzukommen. Zuvor hatte Luxemburg eine weitgehende Abschaffung des Bankgeheimnisses im Jahr 2015 angekündigt. (APA, 4.5.2013)

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