Schwarzgeld-Ermittlungen gegen Politiker Barcenas

4. Mai 2013, 12:33
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Ehemaliger Schatzmeister der spanischen Partido Popular soll 22-Millionen-Euro-Konto angelegt haben

Madrid/Genf - Luis Barcenas, der frühere Schatzmeister von Spaniens regierender konservativer Volkspartei PP, soll ein persönliches Schwarzgeldkonto in der Schweiz in Höhe von 22 Millionen Euro angelegt haben. Nun hat die Genfer Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen den Politiker eingeleitet.

Die spanische Justiz ermittelt gegen den früheren PP-Schatzmeister in einem Korruptionsskandal, in dem es um Verbindungen zwischen Parteimitgliedern und einem Netz von Unternehmern geht. Falls sich die Anschuldigungen Madrids gegen Barcenas betreffend allfälliger Geldwäscherei als zutreffend erwiesen, werde die Genfer Staatsanwaltschaft in der Schweizer Untersuchung die Federführung haben, sagte Staatsanwalt Jean-Bernard Schmid am Freitagabend im Westschweizer Fernsehen RTS. Betroffen seien die Filialen einer deutschen Bank in Genf und Lugano sowie ein Genfer Treuhandbüro.

Heimliche Zusatzhonorare

Barcenas soll hohen Parteifunktionären jahrelang heimlich Zusatzhonorare von bis zu 15.000 Euro monatlich in dicken Umschlägen zugesteckt haben. Aus "geheimen Papieren von Barcenas" gehe hervor, dass der konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy pro Jahr rund 25.000 Euro erhalten habe, schrieb die Zeitung El País Ende Jänner.

In Spanien wird gegen mehr als 200 Politiker und Politikerinnen verschiedener Parteien wegen Steuerhinterziehung, Veruntreuung und Korruption ermittelt. (APA, 4.5.2013)

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    Luis Barcenas

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