Erste funktionierende Waffe aus dem 3D-Drucker veröffentlicht

4. Mai 2013, 09:45

Team aus den USA ist es gelungen Handfeuerwaffe aus sechzehn Plastik-Teilen zu fertigen

Vor acht Monaten kündigte Cody Wilson, ein 25-jähriger Jus-Student aus Texas und Gründer der Non-Profit-Orginisation „Defense Distributed" an, dass er mithilfe eines 3D-Druckers eine Waffe erstellen will. Aus seiner Ankündigung wurde nun Realität. Dem Tech-Journalisten Andy Greenberg von Forbes präsentierte Wilson die Handfeuerwaffe, die er „The Liberator" (der Befreier) nennt. So besteht diese aus insgesamt sechzehn ABS-Kunststoff-Teilen, die aus einem Dimension-SST-Drucker entstammen. Einzige sichtbare Ausnahme ist der Schlagbolzen, für den ein Nagel anstatt Plastik verwendet wurde. Um mit den Waffen-Normen der USA nicht in Konflikt zu geraten, wurden außerdem kleine Stahlteile in den „Liberator" platziert, um von Metalldetektoren erkannt zu werden. Die Waffe ist so konzipiert, dass sie handelsübliche Handwaffen-Munition abfeuern kann.

Tests werden noch durchgeführt

Bevor der Plan der Waffe auf defcad.org, der Homepage der Organisation von Wilson, hochgeladen wird, muss sich die Schusswaffe noch einigen Tests unterziehen. Sind diese erfolgreich, dann werden die Pläne jederzeit online abrufbar sein. Vergangenen Sommer sprach Wilson bereits mit Greenburg und sagte ihm, dass es möglich ist Waffen aus dem 3D-Drucker herzustellen. Zwar sei es laut dem 25-Jährigen „beängstigend", dies will das Team rund um Wilson aber auch veranschaulichen. Die Homepage von „Defense Distributed sorgte bereits im Vorfeld für Furore, als Patronen-Magazine für eine AK47 oder etwa ein Bauteil einer AR15 veröffentlicht wurde.

Verbot von Politik bereits gefordert

Stratasys, ein US-Unternehmen, dessen 3D-Drucker nun für den „Liberator" verwendet wurde, forderte bereits im Oktober den geborgten Drucker zurück, als bekannt wurde, dass Wilson und sein Team an einer Waffe arbeiten. Die Politik wurde ebenso auf das Vorhaben aufmerksam. Kongressabgeordneter Steve Israel setzte sich bereits im vergangenen Jahr für eine Verbannung der Schusswaffen aus dem 3D-Drucker ein. Im Jänner entfernte Makerbot, ebenso ein 3D-Drucker-Hersteller, sämtliche downloadbare Waffen-Baupläne von einer populären Seite, die druckbare Modelle anbietet.

Nur zusätzliche Motivation

Die Gegenströmungen haben Wilson nur zusätzlich motiviert, an seinem Vorhaben weiter festzuhalten: „Ich wollte einfach herausfinden, wo die Möglichkeiten der 3D-Drucker enden". Geendet haben sie bei der Produktion von Waffen nicht. (red, derStandard.at, 04.05.2013)

 

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Der Liberator wird nach Erfahrungswerten

weltweit für mehr Selbstmorde sorgen.
Cody Wilson wird seinen idiotischen Ansatz vll noch einsehen, aber ich betrachte diese Entwicklung für einen Rückschritt der Menschheit.

Zum Thema Schusswaffen/Selbstmorde gibt es eine wissenschaftliche Arbeit, die sich mit Österreich und den Waffen-Restriktionen ab 1997 befasst.
http://bjp.rcpsych.org/content/1... /253.short

Diese sogenannte "Studie" ist Unsinn

Die Effekte stammen allesamt aus der Fehlanwedung statistischer Methoden. Vom selben Autor gibt es eine andere "Studie", die die Lithiumkonzentration im Trinkwasser für weniger Selbstmorde verantwortlich macht.

Im übrigen sind 99% der Selbstmörder zuvor klinisch depressiv; die wirksamste Maßnahme zur Suizidprävention ist eine entsprechende Ausbildung der Hausärzte. Das erreicht nämlich auch die 97% der Selbstmörder die KEINE Schusswaffe benutzen.

Juhuuuuuuuuuuuuu!!!!!!!!!

Zuerst mal Küchenmesser verbieten:

sie sind die meistbenutzte Mord- und Verletzungswaffe überhaupt.

(und eventuell wieder nachgeben lernen? wenn Schusswaffen das Problem wären, müssten sich doch alle PolizistInnen und Bundesheerler längst ausgerottet haben?)

ich möchte nicht beim ersten schuss dabeisein

Liberator

ich hoffe, die Namensgleichheit mit der ähnlich aussehenden US-Waffe für europäische Partisanen des Zweiten Weltkriegs ist nur zufällig... Sonst gibt es viele Ausfälle durch friendly fire: http://de.wikipedia.org/wiki/FP-4... _Liberator

Die Politik wurde ebenso auf das Vorhaben aufmerksam. Kongressabgeordneter Steve Israel setzte sich bereits im vergangenen Jahr für eine Verbannung der Schusswaffen aus dem 3D-Drucker ein.

Logisch.. das wären weniger Waffenverkäufe durch seine Freunde, und eventuell weniger Dividendenausschüttungen ... da sind sicher keine öffentlichen Bedenken im Vordergrund ;-)

Hoffentlich können 3-5 Jährige auch damit schießen ...

um sich selbst und Ihr Land zu verteidigen natürlich!

Hoffentlich können 3-5 Jährige auch damit schießen

ja, aber nur wenn die teile groß genug sind, das kleine kinder sie nicht daran ersticken können. mann muss ja wenigsten die kinder schützen.

Team aus den USA ist es gelungen Handfeuerwaffe aus sechzehn Plastik-Teilen zu fertigen

Klingt, als ob wir nun alle in einen Freudenrausch ausbrechen sollen ....

das wars dann wohl mit dem 3d druckern.....
wobei.... jeder mit ner drehbank und ein wenig geschick kann genauso waffen herstellen.
nierder mit dem metallhandwerk!

stimmt, dafür braucht man aber Zeit und ein wenig Geschick. Mit einem 3D-Drucker benötigt das vermutlich nur einen Bruchteil der Zeit und kann beliebig oft kopiert werden.

stimmt, dafür braucht man aber Zeit und ein wenig Geschic

ein stück wasserrohr, ein gummi, ein nagel,.... und bum

so schnell geht das,.. weit verbreitet in südamerika,... billiger geht´s nicht!

So wiwe's momentan aussieht

kann der 3D Drucker allerdings nur kleinkalibrige Waffen einsetzbar fertigen, und dann vermutlich auch mit stark eingeschränkter Haltbarkeit. Die aus Metall selbstgefertigten Waffen hingegen, mit wechselbarem Magazin und vollautomatik für großkalibrige Muntion ausgelegt sind da eher eine größere Gefahr.

Wenn man etwas vergleichbares wie die Waffe aus dem Drucker herstellen möchte, genügen 2 Eisenrohre eine Schraube und eine Mutter. Lässt sich schneller bauen als jeder Drucker arbeitet und verschießt Schrotmunition. Das einzige Geschick das man benötigt ist das wissen, wie man eine Mutter auf eine Schraube dreht :)

Die Trommel des ersten Revolvers war von Hand gefeilt!

O

Vor allem aber kann man sich einen 3D Drucker selber bauen...

Du brauchst nichtmal eine Drehbank

eine Eisensäge, einen Bohrständer (zur Not eine Bohrmaschine allein), Schraubendreher, Hammer, einen Inbusschlüssel mit 12 mm Durchmesser und einige Metallfeilen... Das reicht für eine vollautomatische 20 schüssige Maschinenpistole mit glattem Lauf.

O

Jetzt brauchen wir überall zusätzlich Kunststoffdetektoren, oder?
Es baut sicher nicht jeder freiwillig kleine Stahlteile ein...

Die Dinger sind im Nacktscanner sichtbar. Auch aus reinem Kunststoff. Schließlich gibt es auch Kunststoff Messer und Stichwaffen die speziell dafür entwickelt wurden normale Detektoren zu umgehen.
Aber zum Glück gibt es taktische Kugelschreiber aus massiven Aluminium...

O

Ich muss mein Handgepäck nicht in den Nacktscanner mitnehmen, du?
Mit anderen Kunsttoffteilen umgeben, ist es dort "unsichtbar".

Restfett?

Das Handgepäck wird sowieso gescannt.
Und nein es ist nicht unsichtbar... es schaut halt maximal wie eine Spritzpistole aus ;)

O

Bitte tu uns doch beiden einen Gefallen und lies genauer!
Wenn ich das Plastikteil (Waffe) mit anderen Plastikteilen aus dem selben Material (auch ausgedruckt) umgebe, dann kann man die Form nicht mehr erkennen. Jetzt klar?

bleibt nur noch die Frage

wie du die patrone durch den Detektor bekommst

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