Begegnungszone

Einserkastl3. Mai 2013, 18:54
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Das Projekt "Fuzo in der Mahü" macht einen unentschlossenen, undurchdachten Eindruck

Die Mariahilfer Straße ist eine lange Wiener Geschäftsstraße mit zähflüssigem Auto-Durchzugsverkehr. Der soll nach dem Willen der Wiener Grünen auf einem größeren Teilstück weg. Die Menschen sollen auch auf der Fahrbahn flanieren können, höchstens ganz wenig verunsichert durch den Autobus 13A, der sich in der sogenannten "Kernzone" durch die heitere Menge schieben wird. Dazu noch die Radfahrer. Und außerhalb der Kernzone wird es eine "Begegnungszone" geben, in der Autos (mit 20 km/h), Fußgänger und Radler "gleichberechtigt" die unfallfreie Begegnung üben können.

Die autofreie "Mahü" ist ein Lieblingsprojekt der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen.

Weniger Autoverkehr, mehr Fußgängerzonen ist meistens gut. Übrigens auch für die Geschäftsleute.

Das Projekt "Fuzo in der Mahü" macht jedoch einen seltsam unentschlossenen, undurchdachten Eindruck. Im August soll es einen Probebetrieb geben. Dieses Wochenende aber noch einen Vor-Mini-Probebetrieb auf einem winzigen Teilstück. Mit Straßenfest (ohne Straßenfest geht nichts mehr in Wien). Dazu werden Anregungen aus der Bevölkerung erbeten. Ob und wie die Anrainer der umliegenden Straßen (die kriegen den Ausweichverkehr) befragt werden, ist auch noch ein wenig ungewiss. Die Zone soll auch noch gestaltet werden: Springbrunnen? Sitzbänke? Irgendwie. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 4./5.5.2013)

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