SP-Burgstaller fordert Pestizidverbot

3. Mai 2013, 17:18
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Salzburger Landeshauptfrau: Allianz zwischen Bauern und Konsumenten für bessere Umwelt notwendig - Auch Haslauer (ÖVP) für ein Verbot

Salzburg - Salzburgs wahlkämpfende Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) hat sich am Freitag im APA-Gespräch besorgt um die Zukunft der Bienen gezeigt. Sie sprach sich für ein sofortiges EU-Verbot des Einsatzes von Neonicotinoiden aus, es brauche "eine Allianz zwischen Bauern und Konsumenten" für eine bessere Umwelt und gegen das Bienensterben, sagte Burgstaller. Auch LHStv. Wilfried Haslauer (ÖVP) befürwortet das EU-Verbot.

Dass sich Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) rund um die Bekanntgabe von Pestizid-Mengen auf die Amtsverschwiegenheit berufe, sei ein Hohn, ärgerte sich Burgstaller. Der Minister habe auch schon bei den Almbauern, die gegen die Rückforderung von EU-Fördergeldern protestierten, "gezögert und gezaudert statt klare Entscheidungen zu treffen", erklärte die Landeshauptfrau.

Burgstaller hat sich schlau gemacht

Sie komme selbst aus dem Bauernstand und habe sich über das Thema Bienensterben schlaugemacht. Alle Landwirte, mit denen sie gesprochen habe, würden das Neonicotinoide-Verbot aus Sicherheitsgründen befürworten. "Ein Bauer hat zu mir gesagt, die Bienen sind für die Imker wichtig, aber genauso wichtig für die Bauern. Sie erhalten den Kreislauf der Natur." Deshalb müssten sich alle für ein Verbot des Schädlingsbekämpfungsmittels einsetzen, sagte Burgstaller.

Auch ÖVP-Kandidat gegen Pestizide

LHStv. Haslauer ist ebenfalls für ein Verbot solcher Pestizide, wie sein Sprecher am Freitag der APA erklärte. In Salzburg sei das aber ein untergeordnetes Thema, da auf mehr als 90 Prozent der Flächen keine Spritzmittel eingesetzt würden und auf mehr als 50 Prozent der Flächen biologische Landwirtschaft betrieben würde. Der ÖVP-Landesparteiobmann übte Kritik an Burgstaller: Er bezeichnete es als "politisch durchsichtiges Manöver", wenn die Landeshauptfrau kurz vor der am 5. Mai stattfindenden Landtagswahl auf das Thema Landwirtschaft setze, dieses Thema aber im ursprünglichen SPÖ-Wahlprogramm gar nicht enthalten gewesen sei. (APA, 3.5.2013)

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