Berichte über 130 Tote bei Kämpfen in Darfur

3. Mai 2013, 17:15
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UNO bestätigt interethnische Kämpfe in sudanesischer Krisenregion

Khartum - Bei gewaltsamen Stammeskonflikten in der westsudanesischen Krisenregion Darfur sind nach Angaben eines Stammesältesten seit Donnerstag mehr als 130 Menschen getötet worden. In den eigenen Reihen habe es 37 Tote gegeben, sagte ein Chef der arabischen Ethnie Beni Halba am Freitag, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Zahl der Toten beim gegnerischen Stamm der Gimir gab er mit 100 an. Auslöser der Kämpfe in Edd al Fursan, etwa 100 Kilometer südwestlich der Hauptstadt von Süd-Darfur Nyala war demnach ein Streit um von beiden Seiten beanspruchte Gebiete.

Kämpfe zwischen Gimir und Beni Halba

Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) bestätigte "neue interethnische Kämpfe zwischen Gimir und Beni Halba" um zwischen beiden Stämmen umstrittene Ländereien. Das Büro erklärte unter Berufung auf die Kommission für humanitäre Hilfe der sudanesischen Regierung, etwa 2.000 Mitglieder beider Stämme seien umgesiedelt worden.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in New York hatte im April mitgeteilt, mindestens 50.000 Menschen aus dem Südwesten Darfurs seien in den Tschad geflohen. Es handelte sich demnach um die größte Massenflucht aus der Region in den Tschad seit 2005. Im Darfur-Konflikt wurden nach UN-Angaben innerhalb der vergangenen zehn Jahre mindestens 300.000 Menschen getötet. (APA, 3.5.2013)

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