Dow Jones erstmals über 15.000 Punkten

3. Mai 2013, 18:00
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New Yorker Indizes erklimmen neue Höchststände

New York - Überraschend gute US-Arbeitsmarktdaten haben die wichtigsten New Yorker Börsenindizes auf neue Rekordstände getrieben. Heute, Freitag, gegen 16.25 Uhr lag der Dow Jones Industrial Average Index bei 15.006,30 Punkten, was einem Kursplus von 1,18 Prozent entspricht.

Damit überschritt der weltberühmteste Aktienindex erstmals die Schwelle von 15.000 Punkten. Ein neues Rekordniveau erreichte auch der S&P-500, der sich um 1,29 Prozent auf 1.618,15 Punkte befestigte und damit erstmals über 1.600 Zählern notierte. In den USA war die Arbeitslosenquote im vergangenen Monat überraschend zurückgegangen.

Robuster Zuwachs

Der amerikanische Arbeitsmarkt hat mit dem robusten Stellenzuwachs überrascht. Außerhalb der Landwirtschaft wurden 165.000 neue Stellen geschaffen. Die Markterwartungen von plus 140.000 Stellen wurden übertroffen. Darüber hinaus wurden die Zahlen für die beiden Vormonate deutlich angehoben. Die Arbeitslosenquote, an die die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik gekoppelt hat, ging unterdessen weiter zurück. Sie sank im April um 0,1 Punkte auf 7,5 Prozent. Die Quote liegt damit einen Prozentpunkt über der Schwelle von 6,5 Prozent, von der an die Fed über eine erste Zinsanhebung nachdenken will.

Kein Augenmerk auf schwache Daten

Die starken US-Arbeitsmarktdaten haben aber auch den deutschen Leitindex in gute Laune versetzt. Der Dax schloss auf einem Rekordhoch. Er setzte am Nachmittag zur Rally an und ging mit einem Aufschlag von 2,02 Prozent auf 8.122,29 Punkten aus dem Handel. Zeitweise fehlten dem Leitindex sogar nur noch knapp 22 Punkte, um das bisherige Verlaufshoch von 8.151,57 Punkten zu übertreffen.

Der enttäuschende Auftragseingang der US-Industrie dämpfte die Kauflaune zumindest am Freitag kaum. Die übrigen US-Daten fielen nämlich schwächer als erwartet aus. So ist das Auftragsvolumen in der US-Industrie im März verglichen mit Februar um 4,0 Prozent gesunken. Die bereits pessimistischen Markterwartungen wurden damit verfehlt. Außerdem hat sich die Stimmung der US-Dienstleister im April deutlich eingetrübt.

Viktor Nossek, Chef-Analyst des Derivate-Anbieters Boost ETP, sagte weitere Kursgewinne voraus. Schließlich verdienten die Unternehmen gutes Geld und ein Ende der Anleihekäufe durch die US-Notenbank Fed sei auch nicht in Sicht. (APA/red, derStandard.at, 3.5.2013)

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