Google benennt Palästinensergebiete auf Suchseite in Palästina um

3. Mai 2013, 15:27

Israelisches Außenministerium reagiert verärgert

Die palästinensische Seite der Suchmaschine Google ist in "Google Palästina" umbenannt worden. Die Änderung des Namens, der vorher "Google Palästinensergebiete" lautete, sei nach Gesprächen mit mehreren internationalen Organisationen erfolgt, sagte ein Google-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Unter anderem seien die UNO, die Internet-Adressverwaltung ICANN und die internationale Normungsorganisation ISO befragt worden.

Seit 1. Mai

Unter der Webadresse google.ps steht neben dem Logo der Suchmaschine in der englischen Version nun "Palestine". Nach Angaben des Sprechers wird diese Bezeichnung seit dem 1. Mai in allen von Google angebotenen Diensten verwendet.

"Kontroverser Eingriff"

Das israelische Außenministerium reagierte verärgert. "Diese Änderung wirft Fragen auf nach den Gründen für diesen überraschenden und kontroversen Eingriff eines privaten Internetunternehmens in die internationale Politik", sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Status eines Beobachterstaates

Die UN-Vollversammlung hatte den Palästinensern im November des Status eines Beobachterstaates verliehen. Seitdem nutzen die palästinensischen Behörden den Begriff "Staat Palästina" im diplomatischen Schriftverkehr. Auch Briefmarken für diplomatische Post wurden mit dem Terminus bedruckt. (APA/AFP, 3.5.2013)

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Nun

Da die UN es als Staat ansieht, ist es halt so. Da kann Israel leider nichts machen.

leider? würde sagen zum glück.

Israel hat kein Interesse an einen Frieden

Naja, korrekt muss man sagen die aktuelle israelische Regierung.

Die von den Israelis demokratisch gewählt wurde.

laut der israelischen Regierung ...

... ein Status auf den sie wiederholt pochen die "einzige Demokratie im Nahen Osten" zu sein ..

cool!!!!

Danke Google! Ein beduetendes Zeichen, ein mutiger Schritt!

Israel braucht Druck, damit das Westjordanland Palästina und nicht Israel wird! Das von Google war dabei sehr hilfreich!

#dealwithit

An Stelle der Israelis wäre ich gaaaanz ruhig, sonst könnte Google noch einfallen Israel weniger stark zu verpixeln und Dimona wider auf den Karten zu zeigen..

Ist doch nur eine Textilfabrik, da ist bestimmt nichts besonderes und Verbotenes was dort angereichert ähm. genäht wird. Und die Atomphysiker, die dort hin pendeln, sind besonders gute Näher muss man wissen.

No na, die sind sehr fingerfertig und können mit den winzigen Nadeln und Fäden einfach gut umgehen - haben ja alle Erfahrung im Jongieren von Atomen, die sollen ja auch recht klein sein :p

Die Israels wollns nicht wahrhaben

Diese Reaktion Israels ist natürlich durchaus psychologisch erklärbar, aber trotzdem in ernüchternder Weise demaskierend! Sie zeugt von Israels innerer Einstellung, ohnehin nicht die Absicht zu haben, je einen Palästinenserstaat zulassen zu wollen!

D. h. sämtliche politischen Aktionen und Gespräche sind nur Scheingefechte, um vorerst einmal Zeit zu gewinnen und Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen, die Lösung der gegenwärtigen Probleme einfach auf die lange Bank zu schieben, sie einfach "auszusitzen"... und den politischen Status Quo zu zementieren, in der Hoffnung die Sache in einer ferneren Zukunft vielleicht idealerweise einer "biologischen" End-Lösung zuführen zu können und die eigenen Maximalvorstellungen vielleicht doch noch irgendwann ins Trockene bringen zu können...
Der bisherige (internationale) "Erfolg" scheint der Effizienz dieser vordergründig taktisch klugen Politik recht zu geben...

und darauf sind sie jetzt nach fast 100 jahren nah-ost konflikt gekommen?

mir hängt der nahost konflikt ja mittlerweile so zum hals raus, ich kann das wort schon nicht mehr hören. mit meinen 35 lenzen hab ich gefühlte 10 mio mal gehört, dass der nahost-konflikt kurz vor einer lösung steht. tags darauf is wieder irgendwas, dass einer der verhandlungspartner kurzerhand absagt ....
eine neverending soapopera die leider auch noch menschenleben fordert. grausam und bescheuert sowas.

Kann ich Dir nachfühlen.
Leider ist es so, dass es auf beiden Seiten vernünftige Leute gibt, die Frieden wollen, aber auch unbelehrbare Heißsporne mit extremen Ansichten, die alles tun, um das zu verhindern. Das beginnt beim 5-jährigen Jungen, der ein paar Steine schmeißt und geht bis zum Politiker in der ersten Reihe. Nur: in je höherer Position der Extremist ist, umso schwerwiegender werden seine Entscheidungen sein.

“ Die UN-Vollversammlung hatte den Palästinensern im November des Status eines Beobachterstaates verliehen.“

Ergo vollkommen ok von Google.
Kriegts euch ein, Israelis, es ist nicht alles Antisemitismus was so passiert.

nur um es gesagt zu haben: auch die palästinenser sind semiten

</klugscheiss>

Sag das nicht mir, sondern den Israelis ;o)

Die UN geht den Israelis und Verbündeten ziemlich am Tangens vorbei. Es zeigt wieder mal welche Politik von Israel betrieben wird.

Tja

So klein die Bezeichnung "privates Internetunternehmen" Google auch machen soll - wenn es andererseits laut Israel die Macht hat, "in die internationale Politik" einzugreifen, werden die sich wohl oder übel damit beschäftigen müssen :P

Der Umsatz von Google ist auch nicht mehr weit weg von den Staatseinnahmen Israels.

Google kauft bald Isreal?

meine güte, das geheule israels ist in dem fall einfach nur lächerlich.

Es macht Google sympathisch,

dass es Fakten einfach anerkennt.

Aber wieso erst jetzt? Die UNO hat Palästina schon letztes Jahr zur Tatsache gemacht.

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