Google benennt Palästinensergebiete auf Suchseite in Palästina um

Israelisches Außenministerium reagiert verärgert

Die palästinensische Seite der Suchmaschine Google ist in "Google Palästina" umbenannt worden. Die Änderung des Namens, der vorher "Google Palästinensergebiete" lautete, sei nach Gesprächen mit mehreren internationalen Organisationen erfolgt, sagte ein Google-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Unter anderem seien die UNO, die Internet-Adressverwaltung ICANN und die internationale Normungsorganisation ISO befragt worden.

Seit 1. Mai

Unter der Webadresse google.ps steht neben dem Logo der Suchmaschine in der englischen Version nun "Palestine". Nach Angaben des Sprechers wird diese Bezeichnung seit dem 1. Mai in allen von Google angebotenen Diensten verwendet.

"Kontroverser Eingriff"

Das israelische Außenministerium reagierte verärgert. "Diese Änderung wirft Fragen auf nach den Gründen für diesen überraschenden und kontroversen Eingriff eines privaten Internetunternehmens in die internationale Politik", sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Status eines Beobachterstaates

Die UN-Vollversammlung hatte den Palästinensern im November des Status eines Beobachterstaates verliehen. Seitdem nutzen die palästinensischen Behörden den Begriff "Staat Palästina" im diplomatischen Schriftverkehr. Auch Briefmarken für diplomatische Post wurden mit dem Terminus bedruckt. (APA/AFP, 3.5.2013)

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