PLOS schreibt Preis für Open-Access-Forschung aus

3. Mai 2013, 14:17
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Soll verdeutlichen, wie durch uneingeschränkten Zugang zu Informationen Fortschritte in der Wissenschaft und Nutzen für die Gesellschaft erzielt werden können

Noch dominiert im Wissenschaftsbetrieb die Veröffentlichung von Ergebnissen in kostenpflichtigen Fachjournalen. Zunehmend gewinnt aber "Open Access" an Bedeutung, also die frei zugängliche Publikation von Forschungsresultaten im Internet. Einer der wichtigsten Proponenten dieser Bewegung, das US-Projekt "Public Library of Science" (PLOS), hat nun das neue "Accelerating Science Award Program" (ASAP) ins Leben gerufen. In dessen Rahmen sollen "Pioniere ausgezeichnet werden, die Open Access-Forschung zum Wohle der Gesellschaft verwendet haben", wie es in einer Aussendung von PLOS heißt.

"Unzählige Beispiele"

PLOS will mit dem Programm Individuen bzw. Teams auszeichnen, die wissenschaftliche Forschung für Veränderungen in Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft, Technologie oder Gesellschaft eingesetzt haben. Zudem soll damit deutlich gemacht werden, wie durch den uneingeschränkten Zugang zu Informationen Fortschritte in der Wissenschaft und Nutzen für die Gesellschaft erzielt werden können. "Wir wissen, dass es unzählige Beispiele von Menschen gibt, die Open Access verwendet haben, um die Wissenschaft voranzubringen, aber diese Geschichten werden meistens nicht erzählt. Mit diesem Programm hoffen wir, sie bekannt zu machen", erklärte PLOS-Aufsichtsratschef Gary Ward.

Im Rahmen von ASAP sollen jährlich drei Auszeichnungen vergeben werden, die mit je 30.000 Dollar (22.950 Euro) dotiert sind. Hauptsponsoren sind der Wellcome Trust und Google. Zur internationalen Jury, welche die Preisträger auswählt, gehört u.a. die aus Österreich stammende Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny, Präsidentin des European Research Council (ERC). Erstmals sollen die Preise im Oktober dieses Jahres verliehen werden. (ApA, 3.5. 2013)

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