Indios besetzten erneut Baustelle für Staudamm Belo Monte

3. Mai 2013, 07:02
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Sie fordern eine Aussetzung der Arbeiten und eine Anhörung der Bewohner des Gebietes

Rio de Janeiro - In Brasilien haben Indio-Gruppen erneut Teile der Baustelle für das riesige Wasserkraftwerk Belo Monte am Amazonas-Seitenfluss Xingu besetzt. Sie forderten die Aussetzung der Bauarbeiten, bis die Bewohner des betroffenen Gebietes angehört worden seien, teilte der mit der katholischen Kirche verbundene Indigene Missionsrat (CIMI) am Donnerstag mit. Der Rat sprach von 200, die Polizei von 50 Demonstranten.

Die Anlage im Bundesstaat Pare soll etwa 29 Milliarden Reais (11 Mrd Euro) kosten. Mehr als 500 Quadratkilometer Land sollen überflutet werden. Mit einer Kapazität von 11.233 Megawatt soll es das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden - nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem Itaipu-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay.

Andritz AG beteiligt

Die steirische Andritz AG ist mit einer Auftragshöhe von etwa 330 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt und liefert Turbinen und Generatoren. Grüne und Greenpeace hatten das Engagement des österreichischen Unternehmens mehrfach kritisiert und dessen Ausstieg gefordert. (APA, 3.5.2013)

  • Indio-Gruppen protestierten erneut gegen das riesige Staudamm-Projekt Belo Monte beim Amazonas.
    foto: epa/sposati

    Indio-Gruppen protestierten erneut gegen das riesige Staudamm-Projekt Belo Monte beim Amazonas.

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