USA überlegen Waffenlieferungen an syrische Rebellen

2. Mai 2013, 21:34
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Noch keine Entscheidung getroffen

Damaskus/Washington - Die USA erwägen Waffenlieferungen an syrische Rebellen. "Das ist eine Option", sagte Verteidigungsminister Chuck Hagel am Donnerstag (Ortszeit) mit Blick auf einen möglichen Chemiewaffeneinsatz durch syrische Regierungstruppen. Es sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden, fügte er auf Nachfrage hinzu.

Mögliche Vorgangsweisen prüfen

Hagel betonte, dass die USA in Abstimmung mit internationalen Partnern auch andere mögliche Vorgangsweisen gegen das syrische Regime prüften. Präsident Barack Obama äußerte sich demonstrativ zurückhaltend. Zwar sagte auch er, man prüfe derzeit "alle Optionen". Doch bei einem Besuch in Mexiko-Stadt fügte er hinzu: "Wir sollten sichergehen, dass wir hinschauen, bevor wir springen, und sichergehen, dass das, was wir tun, auch tatsächlich hilfreich ist." Zugleich kritisierte er in Anspielung auf russische Waffenlieferungen an Damaskus, dass das syrische Regime "tödliche Hilfe und Unterstützung" von anderen Staaten erhalte.

In der Vergangenheit hatte Washington Waffenlieferungen an die Opposition in Syrien kategorisch abgelehnt. Dies würde den Bürgerkrieg nur weiter anheizen, hieß es zur Begründung. Zudem könnten Waffen in die Hände von Islamiten fallen.

Obama schließt Militäreinsatz nicht aus

Als Antwort auf einen möglichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien schloss Obama unlängst auch einen Militäreinsatz nicht ausdrücklich aus. Er habe bereits im letzten Jahr Militär und Geheimdienste um Vorschläge gebeten, wie man auf eine Eskalation in Syrien reagieren könne. Bevor es aber weitere Entscheidungen gebe, müsse es klare Beweise für einen Giftgaseinsatz des Regimes in Damaskus geben.

Hardliner aus den Reihen der oppositionellen Republikaner hatten bereits einen Militärseinsatz der USA gefordert, um eine Flugverbotszone durchzusetzen. Der Bürgerkrieg in dem arabischen Land dauert bereits über zwei Jahre, schätzungsweise 70.000 Menschen kamen bisher ums Leben. (APA, 3.5.2013)

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